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ACOSTA SAGT, MARTIN WIRD 2026 IM TITELKAMPF ZUM „HAMMER“

1h ago·

🇬🇧

Pedro Acosta glaubt, dass der Titelkampf in der MotoGP-Saison 2026 weiterhin völlig offen ist. Gleichzeitig erwartet er, dass Jorge Martin im Saisonverlauf zur dominierenden Kraft wird. In einem Gespräch auf dem Podcast „Gypsy Tales“ sagte der KTM-Pilot, dass er aktuell Martin als seinen Favoriten für die Weltmeisterschaft sieht – auch wenn er einräumt, dass der Spanier noch nicht sein volles Potenzial abrufe.

Acostas Einschätzung kommt, nachdem er nach dem ersten Teil des Jahres zwar die Führung in der Gesamtwertung übernommen hatte, das Gesamtbild aber darauf hindeutete, dass das aktuelle KTM-Prototyp-Paket noch nicht das Niveau der komplettesten Bikes im Feld erreicht. Als Team, das in den frühen Rennen am stärksten gewirkt habe, nannte Acosta Aprilia. Zudem merkte er an, dass die jüngste Form von Ducati weniger dominant wirke als in den meisten Jahren des vergangenen Jahrzehnts.

In der Tabelle führt derzeit Marco Bezzecchi nach starken Leistungen im Grand-Prix-Format, doch Acosta ist überzeugt, dass Martins und das Momentum seines Teamkollegen diese Position letztlich angreifen werden. „Ich würde im Moment Martin sagen“, sagte Acosta – und erklärte anschließend, warum er glaubt, dass die beste Version von Martin noch bevorsteht. Er verwies auf Martins Verletzungssituation: Der Fahrer habe „es ruhig angehen lassen“ und beim ersten Test des Jahres nicht teilgenommen, habe aber bereits mit Siegen in Folge in Le Mans zurückgeschlagen.

Acosta beschrieb außerdem, wie Martin beim Rennen in Barcelona gewirkt habe: „Es sah so aus, als ob er sehr mit Problemen kämpfen würde“, sei aber dennoch „bereit gewesen zu gewinnen“. Von dort aus ordnete er seine Titelprognose der Idee zu, dass Martins aktuelle Grenzen nur vorübergehend sind: „Im Moment fährt Martin vielleicht nicht auf seinem Maximum, weil er verletzt ist. Vielleicht ist er nicht zu 100%, würde ich sagen. Aber er hat das Bike – es ist nur eine Frage der Zeit, bis er anfängt, ein Hammer zu sein.“

Diese Einschätzung passt auch zu Martins Saison 2025, die Acosta als verletzungsgeprägt bezeichnete: Martin sei nur in sieben Rennwochenenden gestartet. Zudem hob Acosta die Dimension der Aufgabe hervor, die Martin bei der Titelverteidigung bewältigen musste: Mit 34 Punkten Rückstand sei dies die schlechteste Titelverteidigung in der Geschichte der MotoGP.

Acostas Lob für Martin beschränkte sich nicht nur auf reine Ergebnisse. Er verwies auf Martins Sieg beim Französischen Grand Prix als Beleg dafür, wie schnell der Aprilia-Fahrer Leistung abrufen kann – selbst wenn die Umstände schwierig sind. Acosta betonte, dass Martin von Startplatz 7 aus losgefahren sei und dennoch einen Weg zum Sieg gefunden habe: „Am Sonntag hat er sich wie sechs Sekunden zurückgeholt. Ich meine, mit einem Standardbike, einem durchschnittlichen Bike gewinnt man nicht von Platz sieben, und man holt auch nicht sechs Sekunden auf.“ Außerdem unterstrich er die Bedeutung dieses Comebacks: Martin habe Zeit „auf genau dasselbe Bike“ zurückgewinnen können, das er zuvor gefahren sei. Und in Bezug auf die persönliche Leistung wirke Martin „auf dem gleichen Level wie damals, als er mit Ducati den Titel gewonnen hat“.

Trotz Acostas Vertrauen in Martins langfristigen Kurs zeigt das aktuelle WM-Bild allerdings noch jüngste Rückschläge. Martin liegt 20 Punkte hinter Bezzecchi, nachdem es für das Werksteam Aprilia nach Martins hastigem Einlenken in Kurve eins beim Ungarischen Grand Prix gleich zwei DNF gegeben hatte. Mit noch 14 ausstehenden Rennen war Acostas Botschaft klar: Der Titelkampf ist noch nicht entschieden – aber er erwartet, dass Martins verletzungsmanagierte Form weiter schärfer wird und ihn zu dem „Hammer“ macht, den er als entscheidenden Faktor für den Titelkampf sieht.

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