MARC MARQUEZ SETZT EINEN SOMMERLICHEN ZEITRAHMEN, UM ÜBER SEINE DUCATI-ZUKUNFT ZU ENTSCHEIDEN
4h ago·

Marc Marquez hat sich noch nicht vollständig auf einen weiteren Zwei-Jahres-Vertrag mit Ducati festgelegt, obwohl die Überzeugung wächst, dass ein Wechsel zum „roten“ Team für 2027 praktisch bereits entschieden ist. Während manche die Situation als ein mögliches „One-plus-one“-Modell einordnen, deutet ein Bericht darauf hin, dass Marquez seine Optionen auch über die nächste Saison hinaus offen hält.
Die Unsicherheit hängt damit zusammen, wie gut sein Körper nach einem verletzungsgeprägten Saisonstart und den jüngsten Schulter-Operationen inzwischen wieder funktioniert. Seine bislang stärkste Bestätigung für eine mögliche Vertragsverlängerung bei Ducati lieferte der Ungarn-Grand-Prix: Marquez absolvierte in Balaton Park ein makelloses Wochenende, holte die Pole-Position, gewann das Sprint-Rennen und setzte das anschließend am Sonntag in einen Sieg um – zum ersten Mal seit dem Misano-Rennen im vergangenen September stand er an einem Renntag ganz oben auf dem Podium. Das Ergebnis hat die Annahme gestärkt, dass er wieder in Richtung seiner besten Form zurückkehrt.
Anstatt jedoch sofort eine endgültige Entscheidung zu treffen, hat Marquez sich eine Art Deadline gesetzt: Er will bis zur Sommerpause keine definitive Zusage geben. Laut dem Bericht hat er noch drei Rennen, um seinen Zustand zu prüfen – Brno, Assen und sein „geliebter“ Sachsenring. Diese Events sollen zeigen, ob die Schulterprobleme anhaltende Auswirkungen haben oder ob seine Ausdauer und die Gesamtleistung weiter steigen, während er den Muskelaufbau und die Belastbarkeit Schritt für Schritt wiederherstellt.
Auf Ducati-Seite laufen derweil die Planungen bereits weiter. Der Bericht hält fest, dass Ducati Francesco Bagnaia dabei erlaubt, Pedro Acosta zu verpflichten. Acosta gilt als die nächste führende Figur für die Marke, sobald die Ära von Marquez beendet ist.
Auch intern soll man bei Ducati zuversichtlich sein. Davide Tardozzi ist überzeugt, dass Marquez Rennen gewinnen kann, sobald er zu 100 Prozent fit ist, und er habe diese Botschaft Berichten zufolge an Kollegen weitergegeben. Der gleiche Bericht beschreibt Ducati’s Vorgehen als von Geduld geprägt: Demnach könnten sich beide Parteien bereits grundsätzlich einig sein, während man die Details noch finalisieren will.
Marquez’ Marktwert ist dabei ungewöhnlich: Er ist bereits der erste Fahrer, der sowohl 100 Grand-Prix-Siege als auch 100 Pole-Positions erreicht hat. Der Bericht nennt außerdem einen sportlichen Anreiz: Wenn Marquez in diesem Jahr den Titel gewinnt, obwohl er mehr als 100 Punkte Rückstand hat, wäre das sein größter Erfolg – und er würde damit auch an Valentino Rossi vorbeiziehen, um zum 10-maligen Weltmeister aufzusteigen.
Was die Motivation betrifft, wird Marquez so beschrieben, dass er „nichts zu beweisen“ habe. Der Bericht ergänzt jedoch, dass das Bezwingen von Acosta – als vielversprechendster Fahrer der nächsten Generation hervorgehoben – am Ende seiner Karriere ein mögliches letztes Vermächtnis sein könnte.