Skip to content
64°

EZPELETA SAGT, MOTOGP WIRD PRO SAISON NICHT MEHR ALS ZWEI NEUE RENNSTRECKEN HINZUFÜGEN

2h ago·

Die Planung des MotoGP-Kalenders soll auch auf dem Weg in die Saison 2027 eng kontrolliert bleiben, wenn die Königsklasse mit 850-ccm-Maschinen unter einem neuen technischen Reglement fahren wird. MotoGP-Manager Carlos Ezpeleta betonte, dass die Zahl der Rennen nicht über die derzeit anvisierte Marke hinaus erhöht wird: Der Kalender soll „nicht weniger und nicht mehr als 22“ Rennen umfassen.

Seine Aussagen fallen in eine Phase, in der sich auf der Strecke viel verändert, aber auch außerhalb ist klar: Neue Austragungsorte hinzuzufügen ist keine reine Verwaltungsaufgabe. Ezpeleta erklärte, „Anpassungen im Kalender und neue Event-Standorte sind keine Kleinigkeit“, und führte aus: „Ein neues Event bedeutet ungefähr das 4- bis 5-fache des Arbeitsaufwands im Vergleich zur Durchführung eines bereits bestehenden.“

Der Kalender 2026 ähnelt bereits stark dem Vorjahr, mit einer bemerkenswerten Änderung. Argentinien, das in Termas de Rio Hondo vorgesehen war, wurde gestrichen, während Brasilien mit dem Circuit in Goiania zurückkehrt. Goiania wird als neu verfügbare Option beschrieben, nachdem am Kurs Renovierungen vorgenommen wurden.

Für 2027 sind zwei neue Strecken geplant. In Australien verlässt MotoGP den Phillip Island und fährt erstmals im modernen Zeitalter auf einem Street Circuit in Adelaide. Die zweite Änderung betrifft den Ersatz für Argentinien: Die Arbeiten am Buenos-Aires-Kurs sollen rechtzeitig für 2027 abgeschlossen sein. Ein zweites Rennen in Südamerika soll die Stärke dieser Märkte widerspiegeln und das Wachstum der Serie unterstützen.

Nicht jeder neu eröffnete oder bestehende Veranstaltungsort ist automatisch für die Zukunft im Kalender gesetzt. Laut dem Speedweek-Bericht haben der 2025 eröffnete Balaton Park Circuit und auch Portimao derzeit keine Verträge, die über 2026 hinausreichen. Damit könnten beide Kandidaten für ein Ausscheiden aus dem Programm sein.

Parallel dazu werden aber auch Vereinbarungen gesichert. Der Vertrag für MotorLand Aragon wurde Berichten zufolge gerade um ein Jahr verlängert, und die Strecke ist zudem als offizieller Ersatzkurs gelistet.

Auf die Möglichkeit weiterer Ergänzungen angesprochen – etwa China oder eine Rückkehr der Türkei – zeigte sich Ezpeleta deutlich. Er räumte ein, dass es „ständige Gespräche mit mehreren Märkten und Partnern“ gibt, betonte jedoch, dass es „einfach nicht realistisch“ sei, „jedes Jahr drei oder vier neue Events“ hinzuzufügen. Außerdem würden die Teams bei einem solchen Tempo an ihre organisatorischen Grenzen gedrängt, und obwohl das Potenzial in den genannten Ländern beobachtet werde, sei „keine Umsetzung in der mittleren Frist“ geplant.

Mit diesem Ansatz wird erwartet, dass der Kalender 2027 nahezu final ist. Weitere Änderungen – etwa die Rückkehr der Türkei und ein zweites Rennen in den USA – dürften eher für 2028 in Betracht gezogen werden. Der Bericht nennt Istanbul Park als geeignete Option: Die Strecke habe bereits zwischen 2005 und 2007 MotoGP ausgerichtet. Zudem wird der kommerzielle Zugkraft von Toprak Razgatlioglu als Teil des größeren Kontextes gedacht.

In den USA heißt es im Bericht, dass derzeit nur der Circuit of the Americas in Austin die erforderliche Homologation für MotoGP aufweist. Die Idee sei jedoch, das Street-Race-Konzept von Adelaide 2027 als Vorlage für ein weiteres metropolitanes Spektakel zu nutzen. Wenn dieses Modell funktioniert, könnte laut Bericht als Nächstes Miami dem Kalender beitreten – nach früheren Berichten auf SPEEDWEEK.com.

View sources