APRILIA-CHEF STERLACCHINI SAGT, BEZZECCHIS FEEDBACK IN NOALE ERINNERE IHN AN VALENTINO ROSSI
2h ago·

Aprilia-Führungskräfte machen Marco Bezzecchis eher unauffälligen, aber konsequenten Arbeitsstil hinter den Kulissen als einen zentralen Faktor für den Aufschwung des Noale-Teams in dieser Saison aus. Teamchef Fabiano Sterlacchini zieht dabei sogar eine direkte Parallele zu Valentino Rossi. Bezzecchi, der Ende 2015 in die VR46 Riders Academy eingestiegen war, profitierte von Rossis Präsenz, während er sich durch die Nachwuchs-Klassen nach oben arbeitete und schließlich mit dem VR46-Projekt in der MotoGP ankam. Nach drei Jahren bei dem Ducati-Satellitenteam wechselte Bezzecchi 2025 zum Aprilia-Werksteam – ein Schritt, den er als Erfüllung eines lang gehegten Traums bezeichnete.
Sterlacchini betont, dass Bezzecchis Einfluss bei Aprilia weit über reine Resultate hinausgeht. Er hebt vor allem hervor, wie der Italiener die Entwicklung mit vorantreibt und wie er mit den Ingenieuren kommuniziert. „Ich würde sagen, das ist im Grunde aus zwei Gründen sehr bedeutsam“, sagte Sterlacchini gegenüber Sky Italia. Erstens habe Bezzecchi „die Entwicklung des gesamten Motorrads gemeinsam mit Lorenzo Savadori übernommen“, und die Qualität seiner Rückmeldungen habe besonders herausgestochen. Sterlacchini lobte „die Klarheit, mit der er uns Feedback und Kommentare gegeben hat“, und ergänzte, dass Aprilia auch von der Geduld profitiert habe, die Bezzecchi gezeigt habe, als er dem Team half zu verstehen, woher die Probleme kamen.
Anschließend ging Sterlacchini noch stärker auf die Verbindung zu Rossi ein. Bezzecchis Vorgehensweise erinnere ihn an den Mentor, der seine Karriere geprägt habe. „Er führt dich mit beeindruckender Klarheit; er erinnert mich an seinen Mentor, Valentino: Auch er war extrem präzise darin, all diese Aspekte zu erkennen.“ Der zweite Grund von Sterlacchini bezieht sich auf die Mentalität, die Bezzecchi in das Projekt eingebracht habe. Seine Zuversicht in das Team habe geholfen, einen gemeinsamen internen Antrieb zu schaffen. „Er hat uns gezeigt, dass er an uns glaubt und bereit ist, alles zu tun: Dieser Glaube ist zu einem gemeinsamen Mantra im Unternehmen geworden und hat uns enorm dabei geholfen, mit größter Entschlossenheit nach vorn zu gehen.“
Bezzecchis Aufstieg wird zudem mit den Chancen verknüpft, die er nach seinem Wechsel zu Aprilia erhalten hat. Der Bericht hebt hervor, dass er im vergangenen Jahr während der verletzungsbedingten Abwesenheit von Jorge Martin zum Aushängeschild des Teams wurde – und ordnet seine aktuelle Form als Fortsetzung dieser Entwicklung ein. Nachdem Bezzecchi nach acht Rennen die MotoGP-Gesamtwertung anführt, hat er bereits vier Grand-Prix-Siege in 2026 eingefahren, darunter auch einen Erfolg in Mugello.
Der Rossi-Vergleich begleitet Bezzecchi auch auf dem Podium. Sterlacchinis Aussagen liefern dabei eine weitere Ebene: Selbst nachdem Bezzecchi Rossis Umfeld verlassen hatte, soll Rossi Berichten zufolge „begeistert“ vom Werksteam-Wechsel gewesen sein und sein Okay gegeben haben, bevor die Verhandlungen weiter vorangetrieben wurden.