BASTIANINI SAGT, DAS TEAM HABE NACH START VON PLATZ 17 DEN FALSCHEN RENNPPLAN GEDRÜCKT
2h ago·
Enea Bastianinis Sprint-Samstag endete enttäuschend: Er startete vom 17. Platz und kam am Ende bis auf Rang sieben vor. Damit setzte sich ein weiterer Rückschritt fort – nach seinem Debüt in Brünn auf der KTM RC16, bei dem er bereits gezeigt hatte, wie er sich im Feld nach vorn arbeiten kann. Dort war er im Sprint von Platz 11 bis auf Rang drei durchgestartet; diesmal verbesserte er sich zwar auf sieben, musste aber über weite Strecken des Rennens gegen den Verkehr kämpfen.
Bastianinis Frust richtete sich vor allem auf den Umgang seines Teams mit dem Rennplan. Er sagte, man habe sich in den frühen Phasen nicht darüber einig gewesen, was er tun solle. Das Team habe geglaubt, er solle sich an andere Fahrer hängen, um nach vorn gezogen zu werden. Aus seiner Sicht sei das nicht das gewesen, was er wollte – er würde lieber allein fahren. „Heute waren wir nicht einer Meinung. Das Team dachte, ich soll anderen Fahrern folgen“, sagte er. „Die dachten: So kann ich nach vorn gezogen werden. Also haben sie es gemacht – obwohl ich kein Fan davon bin und lieber allein fahre. Dann ist der Plan schiefgegangen. Ich bin nicht mit schnellen Jungs gefahren, sondern im Verkehr stecken geblieben. Für mich war das die falsche Entscheidung; ich hatte wahrscheinlich das Tempo, um es alleine zu schaffen.“
Trotz des taktischen Fehlers zeigte sich Bastianini im weiteren Verlauf des Rennens mit dem Motorrad zufrieden. Er beschrieb den ersten Streckenabschnitt als nicht perfekt, sagte aber, dass der zweite deutlich besser gewesen sei. Danach habe er nur noch „zwei Zehntel“ verloren und sei konstant geblieben. „Mit dem Rennen bin ich zufrieden“, ergänzte er und betonte, dass sein Vertrauen in das Bike stabil geblieben sei.
Der Sprint brachte zudem größere Enttäuschung für KTM. Während Bastianini als bester Österreicher auf Rang sieben das beste Ergebnis erzielte, erfüllten sich die weiteren Hoffnungen nicht: Brad Binder holte nur einen einzigen WM-Punkt, und die beiden schnellsten RC16-Piloten – Acosta und Vinales – landeten im Kies. Im Sprint selbst kam es zu mehreren großen Zwischenfällen: Mehrere Fahrer stürzten, darunter Moreira, Marini, Vinales, Acosta und Bezzecchi.
Bastianinis Wochenende bot zwar noch einen schmalen Weg nach vorn, doch die Startposition für das Hauptrennen wird erneut zur Herausforderung. Da das Sprint-Ergebnis bereits feststeht, wird er das Grand Prix erneut von P16 aus in Angriff nehmen müssen. Dennoch betonte der Italiener, dass er mit seinem Gefühl auf dem Motorrad zufrieden sei – auch wenn ihn die Gesamtstrategie nicht überzeugt habe.