JACK MILLER SAGT, SEINE MOTO GP KARRIERE SEI „VORBEI“ NACH 2026, WÄHREND PRAMAC DEN WECHSEL VON IZAN GUEVARA VORBEREITET
1h ago·

Jack Miller hat effektiv das letzte Kapitel seiner MotoGP-Karriere geschrieben und eingeräumt, dass seine Zeit in der Königsklasse „am Ende von 2026“ vorbei ist. Der Australier gilt als Abgang von Pramac, sobald sein Vertrag ausläuft – und seine Zukunft hängt dabei mit den Plänen des Teams für die nächste Phase des Fahreraufgebots zusammen.
Miller war 2025 zu Pramac gewechselt, um vor allem Entwicklungsarbeit zu leisten, insbesondere am V4-Motor. In den Rennen zeigte sich jedoch, dass konstante Ergebnisse schwerer zu erreichen sind. In 2026 steht er bei 19 Punkten – nur knapp vor seinem Rookie-Teamkollegen Toprak Razgatlioglu. Das unterstreicht die begrenzte Punkteausbeute, die Miller bislang auf Yamahas YZR-M1 geschafft hat.
Im Gespräch mit dem Journalisten Manuel Pecino auf seinem YouTube-Kanal sagte Miller, er sehe sich nicht unmittelbar in einer Rolle als Testfahrer. Auf die Frage, ob er sein MotoGP-Wissen ins Testen einbringen würde, antwortete er: „Nein. Ja, irgendwann auf jeden Fall, aber ich habe das Gefühl, dass ich… Vielleicht ist meine Zeit in der MotoGP vorbei, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass ich noch mehr zum Rennsport beitragen kann.“ Er fügte hinzu, er wolle weiter Rennen fahren, bevor er seine Erfahrung in einer Entwicklungsfunktion einsetzt: „Ich habe noch mehr Dinge, die ich persönlich im Rennsport tun möchte, bevor ich dann mein Wissen – sagen wir – einsetzen kann, um zu versuchen, bei der Entwicklung zu helfen.“
Miller machte außerdem deutlich, dass er auch nach 2026 weiterfahren will. Als wahrscheinlichstes Ziel wurden die World Superbikes genannt. Er wurde zwar mit einer Ducati-Möglichkeit in Verbindung gebracht, doch es scheint sich eher in Richtung eines italienischen Ersatzes zu bewegen: Nicolo Bulega soll Berichten zufolge 2027 zu VR46 wechseln, weil das Team „einen Italiener“ an der Stelle haben will.
Der Nachfolger bei Pramac steht bereits fest. Izan Guevara soll 2027 zum Team stoßen, nachdem er über die Moto2-Struktur von Pramac nach oben gekommen ist. Der Spanier liegt derzeit in der Moto2-WM auf Rang zwei hinter Manuel Gonzalez, und eine „MotoGP-Klausel“ in seinem Vertrag macht den Wechsel zu Pramac praktisch unausweichlich. Während Yamaha Guevara als potenziellen künftigen Star sieht, wird für 2027 kein Werksplatz erwartet: Jorge Martin und Ai Ogura stoßen stattdessen zum Iwata-Team.