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JORGE MARTINEZ SAGT, CFMOTOS MOTOGP-PLAN WIRD SCHRITT FÜR SCHRITT AUFGEBAUT

3h ago·

Jorge Martínez hat die Gedanken hinter seiner langjährigen Zusammenarbeit mit CFMOTO skizziert – und was daraus perspektivisch für die MotoGP werden könnte. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte der spanische Kopf hinter den Rennaktivitäten von Aspar die Bedeutung der kürzlich verlängerten Kooperationsvereinbarungen zwischen Martínez und dem chinesischen Hersteller, die bis 2031 laufen.

Martínez stellte die Beziehung als sowohl pragmatisch als auch strategisch dar. Ein vollständiges MotoGP-Projekt wäre für CFMOTO als Hersteller zwar „komplettes Neuland“, doch laut Martínez würde man sportlich nicht bei null anfangen. Er verwies darauf, dass er in eine Rolle zurückkehre, die seiner früheren Tätigkeit in der Königsklasse ähnele: Martínez war fast ein Jahrzehnt in verschiedenen Kategorien aktiv, bevor er die MotoGP Ende 2018 verließ – mit dem Fokus auf den Ausbau der Nachwuchsarbeit.

Eine zentrale Botschaft von Martínez: CFMOTO sollte nicht zu einem plötzlichen Einstieg gedrängt werden. Er warnte davor, für die Saison 2027 einen „Cold Start“ hinzulegen, da der Zeitplan bereits zu eng sei – angesichts dessen, was für 2026 vorbereitet wurde. „Wir müssen realistisch sein. Wir sind 2026, und wir haben schon alles für 2026 vorbereitet und abgeschlossen. Die Infrastruktur für 2027 aufzubauen, wäre verrückt. Ich glaube, man muss Schritt für Schritt gehen. Hoffentlich wird es in Zukunft möglich sein“, sagte Martínez.

Dieser schrittweise Ansatz, so sein Argument, passt auch zu dem, wie CFMOTO bisher andere technische und sportliche Schritte gegangen ist. SPEEDWEEK.com hob dabei die Erfahrung in der Moto3 hervor: CFMOTO hatte sich beworben, ab 2028 alleiniger Zulieferer für eine neue Moto3-Technologie-Plattform zu werden, unterlag jedoch Yamaha. Dennoch betonte Martínez, dass CFMOTO entschlossen sei, aus der Moto3-Weltmeisterschaft zu lernen und zusätzliches Know-how für das nächste Kapitel aufzubauen.

Die „Step-by-step“-Philosophie zeigt sich laut SPEEDWEEK.com auch im technischen Hintergrund. Der Bericht: CFMOTO habe zu Jahresbeginn eine Mehrheitsbeteiligung an Kalex erworben. Martínez verknüpfte einen solchen Schritt mit dem Ziel, sich Expertise von hochspezialisierten technischen Organisationen zu sichern. Es gehe nicht darum, sich auf schnelle, von der Stange verfügbare Lösungen zu verlassen. Stattdessen wolle man in Richtung einer mittel- und langfristigen Entwicklung aufbauen: beginnend mit kommerziell verfügbaren Produkten im Premium-Segment, dann schrittweise hin zu Vermarktungs-Tools und schließlich zu maßgeschneiderten Rennmaschinen.

Martínez verband das größere Investitionsbild zudem mit dem Fahrerpfad, den er für 2027 aufbaut. Mit seiner Moto2-Struktur, die zwei Fahrer in die MotoGP bringt – Alonso und Holgado – seien die Prioritäten bereits klar. „Unser Partner CFMOTO hat ein großes Interesse daran, sich in Richtung Superbike-Weltmeisterschaft und dann auch MotoGP zu entwickeln. Es ist ein einzigartiges Ereignis in der Geschichte des Sports, dass ein großer Hersteller aus China investiert – Investitionen, die alle wichtigen Bereiche umfassen: Talententwicklung, Unterstützung für die Teams sowie Infrastruktur und Technologie“, sagte Martínez.

Auf die Frage nach dem Timing ging Martínez nicht auf ein konkretes Datum ein. „Ich kann keinen klaren Zeitplan nennen. Vielleicht sind es drei oder fünf Jahre, aber ich kann bestätigen, dass die gemeinsame Vision MotoGP ist. Man muss auch verstehen, dass es nicht nur mein Interesse oder das von CFMOTO ist – MotoGP hat auch ein enormes Interesse daran, einen großen Hersteller aus China zu gewinnen“, fügte er hinzu.

SPEEDWEEK.com berichtete außerdem, dass die Idee von den breiteren Vorteilen der MotoGP auch aus Aspars Sicht bestätigt wird: Mit einem starken Hersteller an Bord erhält die Meisterschaft Zugang zu neuen Partnern und Sponsoren – und das könnte weitere Projekte ermöglichen. „Mit einem starken Hersteller bekommt die MotoGP Zugang zu neuen Partnern und Sponsoren. Als Nächstes können weitere Projekte folgen – bis hin zu einem Grand Prix in China“, so der Bericht.

Zum Schluss verwies Martínez auf die sich wandelnde Struktur des Sports. SPEEDWEEK.com nannte den offiziellen Rahmen für die neue MotoGP-Ära ab 2027: fünf etablierte Werks-Teams und elf bekannte Teams. Gleichzeitig betonte der Bericht, dass das nicht automatisch bedeute, dass bereits eine sechste Kraft – beschrieben als die erste aus China – im Hintergrund vorbereitet sei. Die Erwartung, so der Bericht, sei, dass CFMOTO die Zutaten für einen erfolgreichen Einstieg bereit haben wird, wenn der nächste große Verhandlungszyklus rund um die MotoGP-Regeln um 2032 beginnt.

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