TOPRAK RAZGATLIOGLU KEHRT ZU YAMAHA-ERINNERUNGEN ZURÜCK WÄHREND DER SOMMERPAUSE
3h ago·
Mit der Sommerpause in der MotoGP-Weltmeisterschaft verbringt der Pramac-Yamaha-Rookie Toprak Razgatlioglu Zeit zu Hause in der türkischen Provinz Sakarya, bevor die Saison am 7. August in Silverstone zum British Grand Prix wieder startet. In seiner freien Zeit teilte der 29-Jährige eine besonders emotionale Botschaft aus seiner Heimat, die die Vergangenheit seiner Familie mit seinem heutigen Leben als Rennfahrer verbindet.
Razgatlioglus Verbindung zu Motorrädern begann früh über seinen Vater Arif Razgatlioglu, der in der Türkei zu einer bekannten Figur als Motorrad-Stuntfahrer wurde – zu einer Zeit, in der solche Tricks noch selten waren. Arif erhielt den Spitznamen „Tek Teker Arif“ (Wheelie Arif), und er brachte seinem Sohn die Welt der Bikes bei, wobei er vor allem Yamaha-Sportmaschinen als seine Haupt-Stuntgeräte nutzte. Toprak sagt jedoch, dass er sich stärker zum Rennsport hingezogen fühlte als zur professionellen Stuntarbeit, auch wenn er das Handwerk bereits in jungen Jahren erlernte.
Bei seinem Besuch stellte Razgatlioglu eine moderne Superbike-Yamaha R1 vor und erklärte die persönliche Bedeutung hinter der Wahl. „Ich habe meine Kindheit mit diesem Motorrad“, sagte er und fügte hinzu, es „bewahrt sehr viele wertvolle und unvergessliche Erinnerungen“ und werde ihn immer an seinen Vater erinnern.
Razgatlioglu erinnerte außerdem daran, dass er bereits mit sieben Jahren schwere Superbikes unter der Anleitung seines Vaters fuhr – inklusive gemeinsamer Stunts.
Im Herbst 2017 traf dann das Schicksal: Arif Razgatlioglu und seine Partnerin – die als Beifahrerin unterwegs war – kamen bei einem Motorradunfall im Straßenverkehr nahe Antalya ums Leben. Der Unfall ereignete sich nur wenige Monate, bevor Toprak sein Debüt in der Superbike-Weltmeisterschaft gab.