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JORGE LORENZO SAGT, DASS VALENTINO ROSSSIS BREMSSTIL NICHT PHYSIKALISCH NACHZUBILDEN WAR

2h ago·

Jorge Lorenzo hat über seine Jahre als Valentino Rossis Yamaha-Teamkollege nachgedacht und zugegeben, dass er zwar versuchte, von der Fahrweise des Italieners zu lernen, eine seiner markantesten Fähigkeiten jedoch nicht einfach kopiert werden konnte. In einem Gespräch auf dem YouTube-Kanal „Fast & Curious“ sagte Lorenzo, dass er und Rossi während ihrer gemeinsamen Zeit eine angespannte Rivalität hatten, der Unterschied zwischen ihren Ansätzen sich aber vor allem beim Bremsen zeigte.

Lorenzo erklärte, dass Rossi deutlich früher bremste als die meisten Fahrer – sogar dann, wenn er noch voll im hohen Gang unterwegs war. Er beschrieb, wie Rossi, wenn er „mit Vollgas im sechsten Gang“ unterwegs ist und noch bevor er das Gas komplett schließt, bereits „die Vorderradbremse ein wenig betätigt“. Laut Lorenzo schneidet Rossi das Gas nur um etwa 5%, während gleichzeitig die Vorderradbremse bereits arbeitet. Lorenzo sagte, er habe versucht, diese Abfolge nachzuahmen, habe aber schnell gemerkt, dass er sie körperlich nicht reproduzieren könne.

„Am Ende habe ich verstanden, dass es nicht körperlich möglich ist, weil er viel größere Hände hat, also ging es ihm viel leichter“, sagte Lorenzo. Er ergänzte, dass er aufgrund dieses Unterschieds „immer erst die Linie schneiden und dann bremsen“ musste – statt Rossis früherem Bremszeitpunkt zu entsprechen.

Lorenzo deutete außerdem an, dass diese Fähigkeit nicht nur eine Frage der Technik sei, sondern von natürlichem Talent und einer speziellen Verbindung von Körper und Gehirn. Er sagte, Rossis Vorteil in Linkskurven „muss auf einer natürlichen Begabung auf einer Art Gehirn-Ebene beruhen“ und beschrieb „eine Verbindung zwischen seinem Körper und dieser Seite“, die es Rossi ermöglicht, schneller einzusteigen und dann in die Linie einzulenken, die den Rest des Feldes bestimmt.

Der ehemalige Yamaha-Champion bezifferte den Effekt: Rossi gewinnt „zwei Zehntel Sekunden beim Anbremsen in die Kurve“, und dieser Vorsprung sei „für die anderen unmöglich nachzuahmen“. Lorenzo betonte, dass er diese spezielle Bremsfertigkeit zwar nicht meistern konnte, er aber während ihrer gemeinsamen Zeit dennoch „anderen“ gegenüber Rossi Vorteile herausfahren konnte.

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