Skip to content
64°

HONDA BESTÄTIGT FABIO QUARTARARO FÜR 2027, DOCH IM TEAM GIBT ES ZWEIFEL

12h ago·

Honda hat schnell gehandelt, um Fabio Quartararo für 2027 zu sichern, macht jedoch klar, dass der Japaner ihn nicht mit demselben Maß an Absicherung empfangen wird wie einst bei Yamaha. Honda bestätigte, dass Quartararo nächste Saison ins Werksteam wechselt und damit eine schwierige dreijährige Phase bei Yamaha beendet, die von Kritik an seiner Einstellung und seiner Leistung begleitet wurde. Dem Franzosen wurde vorgeworfen, er habe „die Tage gezählt“, bis sein Honda-Wechsel ansteht. Beobachter verweisen dabei auf mangelnde Dringlichkeit, seine Zeit bei Yamaha stark zu Ende zu bringen.

Hondas Vorgehen für 2027 wird zudem von der Unsicherheit über die übrigen Fahrerpläne beeinflusst. Aktuell ist Quartararo der einzige bestätigte Werks-Teamfahrer für die kommende Saison. Honda erklärte, dass David Alonso Teil ihres Line-ups 2027 sein wird, während auch Johann Zarco und Diogo Moreira vertraglich an das Team gebunden sind, das in das nächste Jahr geht. Sowohl Moreira als auch Zarco fahren derzeit für LCR, und ihre genauen Rollen in 2027 sind noch unklar, während Honda entscheidet, wer den zweiten Werksplatz besetzen soll.

Berichten zufolge könnte Hondas wahrscheinlichstes Setup so aussehen, dass Quartararo im Werksteam entweder mit Alonso oder Moreira zusammenarbeitet, während der verbleibende Fahrer dann neben Zarco bei LCR platziert wird. Der entscheidende Punkt der Analyse: Honda will Alonso nicht zu früh befördern, gleichzeitig aber den Quartararo-Auswahlprozess nutzen, um eine Botschaft zu senden—Komplazenz wird nicht toleriert.

Dieser Kontrast zu Yamaha steht im Zentrum der Geschichte. Während Quartararos Zeit bei Yamaha bot das Satelliten-Setup nicht denselben internen Sicherheitsgurt. In seiner ersten Yamaha-Saison gab es keine Satellitenfahrer, und sein Teamkollege war der debütierende Alex Rins, der nicht das Leistungsniveau von Quartararo erreichte. Später ergänzte Yamaha zwar eine Satellitenstruktur: 2025 einigte man sich mit Pramac, wodurch Jack Miller und Miguel Oliveira unter das Dach kamen. Das anschließende Pramac-Duo 2026 aus Miller und Toprak Razgatogluoglu vermittelte Yamaha jedoch nicht das Vertrauen, Quartararo bei nachlassender Form problemlos ersetzen zu können.

Auch Hondas Entscheidungsprozess wird als intern gespalten beschrieben. Laut El Periodico „stimmte nicht jeder“ bei Honda Quartararos Verpflichtung zu, obwohl „die wichtigsten Entscheidungsträger“ dies taten. Einige im Team sollen bezweifelt haben, ob Quartararos Fahrstil zu den Bikes für 2027 passt, da er diese noch nicht testen konnte. Der gleiche Bericht verknüpft die Skepsis mit der Kritik an Quartararos Einstellung bei Yamaha in dieser Saison: Einige deuten an, er habe mangelnde Professionalität gezeigt und sei zudem das zweite Jahr in Folge am Ende der Fahrerhierarchie.

Zum größeren Kontext bei Honda gehören auch frühere gescheiterte Versuche, andere Topfahrer zu verpflichten. Der Bericht erinnert daran, dass Honda Gespräche mit Marc Marquez geführt habe und bereit gewesen sei, Pedro Acosta zu einem der bestbezahlten Fahrer im Feld zu machen—doch Ducati sicherte sich beide. Außerdem habe Honda im vergangenen Jahr versucht, Jorge Martin von Aprilia zu holen. Martin versuchte, nur sechs Rennen nach Saisonstart eine Ausstiegsklausel zu aktivieren, nachdem er fünf Rennen verletzungsbedingt verpasst hatte; MotoGP-Boss Carmelo Ezpeleta unterstützte Aprilia und zwang Martin, seinen Vertrag einzuhalten. Hondas „japanische Bosse“ wiesen letztlich einen erneuten Vorstoß für Martin in diesem Jahr ab und nutzten stattdessen die Gelegenheit, Quartararo von ihren größten Rivalen zu verpflichten.

Honda positioniert sich hingegen mit Optionen. Da Alonso und Moreira als junge Talente mit hohem Potenzial gelten, geht die Erwartung dahin, dass Honda sie zu Titelanwärtern entwickeln kann und—entscheidend—glaubwürdige Alternativen hat, falls Quartararos Form nicht den Standards eines Werksfahrers entspricht. Die Gesamtaussage: Hondas 2027-Plan soll den Komfortfaktor reduzieren, den Quartararo Berichten zufolge bei Yamaha hatte, damit er in eine wettbewerbsfähigere Umgebung mit besseren Ressourcen kommt.

View sources