MICHELE PIRRO SAGT, DASS NIEMAND FÜR DUCATI FAHREN WOLLTE, ALS ER 2013 DAZUSTOß
4h ago·

Ducati-Testfahrer Michele Pirro hat auf die deutlich schwierigere MotoGP-Situation zurückgeblickt, als er 2013 zum Werksteam stieß. Er bezeichnete diese Phase als „katastrophal“ und sagte, „niemand wollte für sie fahren“. In einem Interview mit GPOne erklärte Pirro, dass Ducati später zwar zur dominierenden Kraft wurde, die Anfangsjahre aber weit entfernt von dem Erfolg waren, den Fans heute mit Borgo Panigale verbinden. Er verwies darauf, dass Casey Stoner bereits sechs Jahre zuvor Ducatis ersten WM-Titel geholt hatte, die Ergebnisse sich jedoch noch nicht in die Art von anhaltender Dominanz übersetzt hatten, die das Team heute genießt.
Pirro sagte, er sei auf ein Grid gekommen, in dem Ducati als das „hässliche Entlein“ galt. Seine eigene Entscheidung für das Projekt ordnete er als Einstieg in ein schwieriges Umfeld ein: „Ich bin in eine katastrophale Situation hineingegangen, in der Ducati das hässliche Entlein des Grids war und niemand wollte für sie fahren.“ Im selben Gespräch stellte er diese Ära dem aktuellen Bild gegenüber, in dem Fahrer angeblich Schlange stehen, um die Chance zu bekommen, für Ducati zu fahren.
Das Interview ging außerdem auf die erwartete MotoGP-Situation 2027 für Nicolo Bulega ein. Pirro nahm Bezug auf einen möglichen Wechsel von Bulega aus der World Superbike Series in die MotoGP und merkte an, dass Bulega zuvor bereits als Nachfolger für Pirro in einer Reserve-Rolle gehandelt worden sei. Allerdings seien seine WSBK-Ergebnisse 2026 inzwischen so bedeutend, dass Ducatis Führung sie nicht ignorieren könne. Da Bulega mit VR46 Racing in Verbindung gebracht wird, wurde Pirro gefragt, ob er glaube, dass er selbst auch in Zukunft bei Ducati bleiben könne.
Pirro sagte, Bulega habe offenbar ein ideales Setup gefunden: „Nicolo befindet sich in einer perfekten Situation – mit einer Organisation, einem Team, einem Motorrad und einem Testteam, die alle gut zusammenarbeiten und über Jahre hinweg eine Erfolgsbilanz vorweisen können.“ Zudem deutete er an, dass sein eigener Weg in die Rolle von Umständen geprägt gewesen sei, die sich kaum wiederholen lassen: „Ich weiß nicht, ob wir das, was mit mir gemacht wurde, replizieren können.“
Pirro ergänzte, dass die aktuelle Struktur der MotoGP es schwieriger mache, einen ähnlichen langfristigen Plan jüngeren Fahrern zu verkaufen – vor allem, weil „Wildcards abgeschafft wurden“, was er als „nicht gerade ideal“ bezeichnet, um einen jungen Fahrer davon zu überzeugen, sich auf Tests zu konzentrieren, ohne die Chance zu haben zu Rennen. Abschließend sagte er, dass jedes erfolgreiche Projekt eine „solide Grundlage“ brauche. Zwar habe er „Limitierungen“, aber er glaube, er könne weiterhin dazu beitragen, eine erfolgreiche Richtung aufzubauen, weil das Team verstehe, was nötig ist, damit es funktioniert.