MILLERS €1-MILLIONEN-GEHALTSFORDERUNG HÄTTE IHM EIN DUCATI-WORLD-SUPERBIKE-SEAT KOSTEN KÖNNEN – ZU MORBIDELLI
1d ago·

Da die MotoGP-Verträge für 2027 bereits konkrete Formen annehmen, richtet sich der Blick vor allem darauf, wo die ausscheidenden Fahrer als Nächstes landen – insbesondere im World Superbike. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Francos Morbidelli von VR46 Jack Miller (Pramac Yamaha) für einen begehrten World-Superbike-Platz knapp ausstechen könnte. Beide Fahrer gelten als sehr wahrscheinlich, die MotoGP am Ende der aktuellen Saison zu verlassen.
Der Hintergrund ist klar: VR46 und Pramac bereiten sich auf große Veränderungen für 2027 vor. Bei VR46 soll Nicolo Bulega mit einem Vertrag kommen, der als „1+1 Jahre“ beschrieben wird. Pramac wird voraussichtlich Moto2-Talent Izan Guevara in die MotoGP auf einen Werks-Yamaha-Vertrag hochziehen. Beide Wechsel sind offiziell noch nicht bestätigt, gelten aber als „offenes Geheimnis“. Das ist entscheidend, weil Morbidelli und Miller beide als auslaufend gelten – Morbidelli bei VR46 und Miller bei Yamaha – und ihre nächsten Schritte daher bereits aktiv diskutiert werden.
Im World Superbike wird Ducati als wahrscheinlichstes Ziel gehandelt. Laut SPEEDWEEK hat Ducati Morbidelli faktisch als Nachfolger für Bulega im World-Superbike-Programm ausgewählt. Der Bericht stellt es als „alles“ dar, was auf Morbidelli hindeutet, und lässt erkennen, dass Ducati die italienische Präsenz in der Werksaufstellung beibehalten will – besonders nachdem das Team Iker Lecuona kürzlich einen neuen Vertrag gegeben hat, der Rennen bis 2027 und 2028 umfasst.
Gleichzeitig legt die Berichterstattung nahe, dass Miller sich die Chance möglicherweise „teuer“ gemacht hat. Ducati hatte mehrere Optionen für den Sitz geprüft, darunter Miller, Brad Binder, Maverick Vinales und Alex Rins, doch die Entscheidung scheint sich Richtung Morbidelli verschoben zu haben. Ein genannter Grund: MIllers Gehaltsforderungen sollen Teams abschrecken. Ein separater Bericht hatte zwar angedeutet, Miller könne 2027 ins World-Superbike-Team von Yamaha wechseln, doch diese Ideen seien schnell wieder abgekühlt. Die Erklärung: Miller soll 1 Million Euro pro Jahr fordern – eine Summe, die für die World-Superbike-Teams, die derzeit ihre Optionen abwägen, als zu hoch gilt.
Morbidelli hingegen wird als jemand beschrieben, der in Vertragsverhandlungen weniger Verhandlungsspielraum hat. Der Bericht verweist darauf, dass der 31-Jährige trotz eines Ducati GP25 oft bis ganz ans Ende des MotoGP-Feldes kämpfen musste – genau jenes Modell, mit dem Fermin Aldeguer Podestplätze holen konnte. Dieses Bild wird genutzt, um zu erklären, warum Ducati Morbidelli sowohl finanziell als auch sportlich als realistischere Wahl für das Produktionsbike-Projekt sieht.
Für Miller sind die Alternativen in der MotoGP 2027 praktisch geschlossen: Es gebe für ihn „keine freien Sitze“ in der Königsklasse. Damit bleibt World Superbike der plausibelste Weg – allerdings betont der Bericht, dass ein ideales Werksumfeld für ihn möglicherweise nicht existiert. Als mögliche „beste und einzige“ Option für einen Werksplatz 2027 wird Honda genannt, mit dem Gedanken, dass Honda und BMW sich MIllers angebliche Gehaltsforderungen leisten könnten.
Dafür müsste Honda jedoch ein neues Satelliten-World-Superbike-Team aufstellen, um Miller zu verpflichten, denn Jake Dixon und Somkiat Chantra haben bereits HRC-Verträge für 2027. Falls ein neues Satellitenteam gebildet wird, würde Chantra in dieses Setup wechseln, während Miller mit Dixon im Werks-HRC-Garagebereich zusammenarbeiten würde.
Auch bei BMW sieht es für Miller nicht gut aus. Der Bericht sagt, dass BMWs World-Superbike-Team Brad Binder verpflichten wird, um ihn neben Miguel Oliveira zu setzen – wodurch Miller dort keine klare Öffnung hätte.
Zum Schluss wird die Wettbewerbslage hervorgehoben: Ducati dominiert derzeit die Produktionsbike-Kategorie, und der Bericht nennt Bimota als Hauptkonkurrenten in der Klasse. In diesem Umfeld ist die Verfügbarkeit eines Top-Werks-Pakets noch entscheidender. Der Bericht kommt daher zu dem Fazit, dass weder Honda noch BMW oder Yamaha Miller das bieten können, was als ideales World-Superbike-Szenario gelten würde.
Kurz gesagt: Die sich abzeichnende Story ist, dass Morbidelli sehr nah daran ist, die Ducati-World-Superbike-Rolle zu übernehmen, die Bulega hinterlässt, während sich Mills Weg durch die Vertragsökonomie und die begrenzte Zahl an Werksplätzen für 2027 verengt.