NICCOLO BUGLEGAS WECHSEL 2027 ZU VR46 BEREITET EINEN HOCHBRISANTEN DEBÜT-EINSTIEG NACH DOMINANTEM WSBK-FORMSTAND VOR
2h ago·

Der Wechsel von Nicolo Bulega zu MotoGP im Jahr 2027 bringt ihn wieder mit einem vertrauten Rivalen zusammen: Toprak Razgatlioglu. Die beiden lieferten sich seit Bulegas Debütsaison in der Superbike-WM 2024 den Kampf um den Titel. Der Italiener wurde in den Jahren 2024 und 2025 jeweils Zweiter hinter Razgatlioglu. Als Razgatlioglu 2026 zu MotoGP zu Pramac wechselte, blieb Bulega in der WSBK – und der Abstand zwischen ihren jeweiligen Situationen ist kaum noch zu übersehen.
In Razgatlioglus Abwesenheit steht Bulegas Ducati unter einem anderen Druck. Laut den Informationen hat Razgatlioglus Form in der WSBK 2026 dominiert: Er gewann bislang 23 der 24 Rennen. Diese Erfolgsquote hat auch im MotoGP-Paddock Aufmerksamkeit erzeugt, während Bulega sich auf seinen eigenen Schritt nach oben vorbereitet.
Bulegas Plan für 2027 wird nicht als simples, geradliniges Zweijahresengagement beschrieben. Stattdessen soll er einen 1+1-Vertrag mit VR46 unterschreiben, wobei das Team eine Option besitzt, die Zusammenarbeit um 2028 zu verlängern. Die Berichterstattung stellt das dem Vertrag von Razgatlioglu bei Pramac gegenüber: Dort handelt es sich um eine direkte Zweijahresvereinbarung bis 2027. Der Unterschied in der Vertragsabsicherung wird als entscheidender Faktor dafür dargestellt, wie viel Druck Bulega in seiner ersten kompletten MotoGP-Saison verspüren könnte.
Der Italiener sei „verzweifelt“ gewesen, um in die MotoGP zu kommen, und laut den Quellen habe er sogar erwogen, das Ducati-Setup zu verlassen. Auch Gespräche mit Trackhouse für 2027 wurden erwähnt, doch Bulega bleibt innerhalb der Ducati-Familie, indem er zu VR46 wechselt. Dort wird er mit Fermin Aldeguer zusammenarbeiten und zu der auf Tavullia basierenden Struktur zurückkehren, die seine frühere Karriere geprägt hat – nachdem er in seinen Junior-Jahren von Valentino Rossi begleitet wurde.
Bulegas MotoGP-Erfahrung bisher umfasst Einsätze als Ersatz für Marc Marquez bei Ducati in den letzten beiden Rennen 2025, doch 2027 wird seine erste volle Saison. Die Quellen betonen zudem, dass VR46s Vertrauen in ihn schnell auf die Probe gestellt wird: Es gibt einen Streit über Bulegas Gehalt für 2027, was vor seinem Debüt eine weitere Unsicherheitsebene schafft.
Razgatlioglus Umfeld hält derweil weiter daran fest, dass Bulega in seiner ersten MotoGP-Saison „besser“ sein werde als er selbst. Als Argument wird der Ducati-Vorteil gegenüber der Yamaha genannt, die Razgatlioglu in der WSBK gefahren ist. Die Berichterstattung unterstreicht jedoch, dass Bulegas Vertrag nicht so sicher ist wie der von Razgatlioglu und dass Ducati’s Vertrauen in Bulega nicht als gleichwertig zu dem Commitment dargestellt wird, das Yamaha Razgatlioglu gegenüber gezeigt habe.
Mit Blick nach vorn sagen die Quellen, dass anstehende Regulierungsänderungen beiden Fahrern entgegenkommen könnten – schließlich waren die Pirelli-Reifen auch in der WSBK im Einsatz. Dennoch: Da VR46 die Verlängerungsoption in der Hand hat und Bulega sich früh beweisen muss, wird die MotoGP-Saison 2027 für den Italiener ein besonders risikoreiches Debüt.