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FOTOGRAFEN ERKENNEN BEI BRNO-TEST SCHWIERIGE RICHTUNGSWECHSEL AN 2027 850CC MOTO-GP-MASCHINEN

2h ago·

Der große Regelumbau in der MotoGP für 2027 verändert die Herangehensweise der Fahrer bereits jetzt – und selbst Fotografen beim nicht live übertragenen Brno-Test berichten, dass die Unterschiede von Tag zu Tag klar erkennbar waren. Da die Vorschriften die Motorleistung von 1000cc auf 850cc senken, Ride-Height-Geräte verbieten und die Reifenlieferanten von Michelin auf Pirelli wechseln, steht der Sport vor einer großen Lernphase. Diese scheint vor allem das Einlenken und – entscheidend – Richtungswechsel zu beeinflussen.

Beim Brno-Test zeigte sich ein deutliches Muster: Die Fahrer hatten auf den 850cc-Maschinen deutlich mehr Schwierigkeiten, die Richtung zu wechseln. Die Entwicklung läuft schnell, während die Hersteller Daten sammeln und nach Performance-Vorteilen jagen. Der erste komplette 850cc-Einsatz in Brno lieferte einen frühen Eindruck davon, welche neue Balance gefordert wird. Laut Bericht war KTM als Erstes mit dem neuen Motorrad beim Test, während Honda angeblich bereits mit dem 850cc-Paket Tempo gutmacht.

Eine zentrale Beobachtung kam von dem Pit-Lane-Reporter Jack Appleyard, der in Brno vor Ort war und weitergab, was teamseitig arbeitende Fotografen festgehalten hatten. Appleyard erklärte im Motorsport Republica YouTube-Channel, dass dieselben Fahrer zwischen Sonntag und Montag deutlich anders wirkten, sobald sich die Konfiguration des Bikes änderte.

„Ich war beim Brno-Test. Ein paar der Fotografen, die dort für die Teams gearbeitet haben, haben Fotos durch den Wechsel der Richtung bekommen – also vom Sonntag zum Montag“, sagte Appleyard. Er erläuterte, dass das Motorrad am Sonntag, solange die Geräte im aktuellen Stil noch zum Einsatz kamen, „viel mehr stabil“ wirkte. Dadurch hätten die Fahrer eher eine „ziemlich neutrale Position“ halten können, statt ständig gegen das Motorrad anzukämpfen.

Am Montag hingegen, nachdem die Geräte entfernt worden waren und sich die Kurvengeschwindigkeit geändert hatte, zeigten die Fotos laut Appleyard, dass die Fahrer „vorne am Motorrad kämpfen, um zu versuchen, das Vorderrad unten zu halten“. Außerdem hätten sie „das Bike von Seite zu Seite hoch- und runtergeholt“, seien „viel lebendiger auf dem Motorrad“ geworden und müssten „viel aggressiver sein, es von Seite zu Seite zu werfen“. Seiner Ansicht nach deutet dieser Wandel auf eine stärkere Gewichtung der Fahrerfähigkeiten hin: „Das bedeutet, dass die Fahrerfertigkeit viel mehr an Bedeutung gewinnt – und genau das wollen wir auch sehen.“

Der Bericht ordnet diese frühen Hinweise zudem in den Kontext der Erwartungen ein, dass die 850cc-Bikes langsamer sein werden als die aktuelle Generation. Gleichzeitig deutet er an, dass die Lücke möglicherweise kleiner ausfällt als befürchtet. Als Beispiel nennt er Nicolo Bulega, der in Barcelonas 850cc-Test für Ducati 1,1 Sekunden hinter Pedro Acostas Pole-Zeit lag.

Neben den technischen Änderungen kommt der Übergang 2027 gleichzeitig mit großen Bewegungen auf dem Fahrermarkt. Jorge Martin, der nächstes Jahr zu Yamaha wechselt, rechnet bereits mit „Problemen“ bei den 2027er Bikes und den Pirelli-Reifen. Der Bericht nennt außerdem weitere zentrale Wechsel: Fabio Quartararo geht zu Honda, Pedro Acosta zu Ducati und Pecco Bagnaia wechselt zu Aprilia.

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