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TECH3 BESTÄTIGT SENNA AGIUS FÜR DEN MOTOGP-PLATZ 2027 NACH BESCHWERDE VON MANUEL GONZALEZ

2h ago·

Tech3 soll seinen letzten MotoGP-Startplatz für 2027 gesichert haben und Senna Agius gegenüber seinem Moto2-Teamkollegen Manuel Gonzalez vorgezogen haben, wie Sky Sports Italy berichtet. Da bislang erst etwa die Hälfte der Fahreraufstellungen für das kommende Jahr offiziell bekannt ist, war diese Entscheidung der letzte große Baustein, um die Pläne des Teams abzuschließen. Der 21-jährige Agius hat zwar noch keinen Vertrag unterschrieben, laut Bericht wird jedoch erwartet, dass die Einigung in Kürze finalisiert wird.

Agius soll bei Tech3 mit Luca Marini zusammenarbeiten. Marinis Wechsel kommt, nachdem er seinen Honda-Werkssitz verloren hat. Die Tech3-Kombination aus Marini und Agius wird als eine der Paarungen beschrieben, die schon lange als wahrscheinlich galt. Für Tech3 passt die Wahl auch zur übergeordneten Ausrichtung: Guenther Steiner habe sich demnach einen Mix aus Erfahrung und Jugend für eine „brandneue Aufstellung“ gewünscht, wobei Marini und Agius als Favoriten gelten.

Der größere Markt zeigt zudem, dass Enea Bastianini zu Trackhouse wechselt, während Mavericks Vinales’ Zukunft bei KTM nach einem Berichten zufolge erfolgten Zerwürfnis als ungewiss beschrieben wird. Vor diesem Hintergrund sieht KTM intern Agius mit dem höheren Potenzial als Gonzalez – obwohl Gonzalez in der Moto2-WM vorne liegt. In der aktuellen Moto2-Punktewertung führt Gonzalez mit 195,5 Punkten, gefolgt von Izan Guevara mit 144, während Agius mit 136 auf Platz drei liegt.

Gonzalez reagierte auf die Entscheidung recht deutlich. Auf die Frage, ob es „fair“ sei, dass Fahrer unter ihm in der WM in die MotoGP aufsteigen, sagte er: „Das ist nicht fair.“ Er fügte hinzu, dass die Auswahl für die MotoGP nicht nur von Ergebnissen abhänge: „Wenn man sich die Daten anschaut, sollte es nicht so sein, aber in der MotoGP geht es nicht nur um Ergebnisse oder Leistung; es spielen viele andere Faktoren eine Rolle – Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.“

Außerdem argumentierte er, Teams sollten unterschiedliche Karrierewege und die jeweils verfügbaren Ressourcen berücksichtigen: „Jeder Fahrer hatte einen anderen Karriereweg… man muss analysieren, was jeder Einzelne mit den Ressourcen erreicht hat, die ihm zur Verfügung standen.“ Gonzalez stellte dabei die Herausforderung gegenüber, in ein siegfähiges Setup einzusteigen, statt einem neuen Projekt beizutreten. Dabei unterschieden sich die Hintergründe von Supersport zu Moto3 und darüber hinaus.

Auch kommerzielle Aspekte wurden angesprochen: Die Idee, einen Australier zu verpflichten, könne Tech3 helfen – angesichts eines Fahrerfelds, das bereits stark von Spaniern geprägt sei. Steiner dementierte, dass dies eine Rolle gespielt habe. Gonzalez sagte, er sei offen dafür, in der Moto2 zu bleiben oder sogar in die World Superbike zu wechseln. Er erwarte, dass Tech3 eine formelle Entscheidung entweder noch vor dem Ende der Sommerpause oder während des Silverstone-Wochenendes trifft.

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