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PIT BEIRER LOBT ACOSTAS BALATON-GP-LEISTUNG: SCHNELLIGKEIT, RUHE UND KEINE FEHLER

2h ago·

Das KTM Factory Racing-Wochenende beim Balaton (Ungarn)-Grand-Prix wog für das Team besonders schwer: Pedro Acosta lieferte zwar zwei starke Ergebnisse, doch die vorherigen Rennen hatten Spuren hinterlassen. Laut Speedweek hatte der Catalunya-GP „Spuren“ hinterlassen, und KTM musste nach technischen Problemen viel Energie aufwenden. Die Enttäuschung über ein Rennwochenende, bei dem Acosta in Catalunya ohne Punkte blieb, war damit noch nicht ganz verdaut. Dazu kam, dass Acosta am dramatischen Sonntag in Catalunya zwar alle drei Renn-Abschnitte anführte, das Ergebnis aber nicht zum Aufwand passte. Auch Mugello hatte bitter geschmeckt.

Vor diesem Hintergrund verwies KTM-Motorsportchef Pit Beirer auf Acostas aktuelle Form als Beleg dafür, dass die Arbeit sich auszahlt. Er blickte auf Acostas Mugello-Auftritt zurück, bei dem der Spanier Sechster wurde, und argumentierte, dass das Resultat das Fahrniveau nicht vollständig widerspiegele. „In meinen Augen war Pedros GP in Mugello eine der besten Leistungen von ihm überhaupt“, sagte Beirer. „Als Sechster auf dem Papier wird man nicht wirklich wahrgenommen, aber in der Analyse nach dem Rennen konnten wir sehen, wie stark er war. P6 mit einem stumpfen Werkzeug war außergewöhnlich.“

Ein paar Tage später setzte sich die Dynamik am Plattensee fort. Speedweek beschreibt, wie der 22-Jährige in der frühen Phase des WM-Duells Marc Marquez in den Griff bekam – konkret in Runde 8. Zwar verlor Acosta die Pole an den amtierenden Weltmeister, doch das Rennen machte das Feld auf die beiden Spanier enger, die realistisch um den Sieg kämpfen konnten. Beirer betonte, dass zweimal Platz zwei hinter dem neunfachen Weltmeister kein Rückschritt war, sondern eine Bestätigung von Acostas aktueller Wettbewerbsfähigkeit.

„Wenn Pedro in beiden Rennen mit Marc Marquez um den Sieg kämpft und die beiden in dem GP-Rennen jeweils zehn Sekunden auf den Dritten herausfahren, dann ist das absolut wert“, sagte Beirer. „Das war ein weiterer Beweis dafür, wie stark Pedro gerade arbeitet.“

Beirers Erklärung, warum Acostas Leistung herausstach, setzt auf das komplette Wochenende – nicht auf einen einzelnen Moment. „Um zu verstehen, wie stark Pedro wirklich war, musst du das ganze Wochenende betrachten“, sagte er. „Er war von Anfang an da. Wie zuvor fuhr er in Q2 sicher und ohne Fehler. Dass er das Motorrad in der Qualifikation in Reihe 1 gebracht hat, hat sehr geholfen. Wenn du schon ganz vorne bist, hast du einfach mehr Optionen.“

Er ergänzte, dass der Schlüssel nicht nur das Tempo war, sondern auch die Kontrolle unter Druck. Laut Beirer habe Acosta maximale Geschwindigkeit mit Gelassenheit „von Start bis Ziel“ kombiniert – und das erneut im direkten Duell mit Marquez: „ohne einen einzigen Fehler.“

Beirer fasste Acostas Fähigkeit, am Limit zu fahren, breiter zusammen: „Pedro hat es geschafft, sein Motorrad drei Tage lang bis an die Grenze zu pushen und das Beste aus der Situation herauszuholen“, sagte er. „Und er hatte die Geschwindigkeit, um Marc Marquez hart, aber fair zu attackieren, und die Reife zu erkennen, dass es zum richtigen Zeitpunkt Platz zwei sein würde. Die Versuchung, in so einer Situation zu viel zu riskieren und das Bike wegzuwerfen, ist enorm.“

Während Acostas Ergebnisse für KTM die Schlagzeilen waren, merkt Speedweek an, dass die anderen drei KTM-Piloten nicht an sein Niveau heranreichten. Dem Bericht zufolge schob sich Acosta in der Tabelle wieder Richtung Platz drei vor, doch Bastianini wurde nach zwei langen Strafrunden Neunter – noch vor Brad Binder. Maverick Viñales landete auf Platz 15.

Mit Blick über das unmittelbare Wochenende hinaus ist die KTM-Perspektive jedoch gedämpft. Speedweek schreibt, dass in der 2027er-Ära – wenn MotoGP auf 850cc umstellt – Acosta KTM für Ducati Lenovo verlassen wird, und auch Enea Bastianini steht ebenfalls vor dem Abschied. Die Zukunft von Binder und Viñales ist noch nicht entschieden.

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