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PRAMAC-CHEF CAMPINOTI SAGT, YAMAHA SEI NICHT DAS BESTE RAD, WÄHREND ER AUF EINEN NEUSTART FÜR 2027 HINARBEITET

5h ago·

Der Wechsel von Pramac von Ducati zu Yamaha hat sich in der MotoGP-Saison 2025 als schwierig erwiesen und auch den Start in 2026 gestaltet sich für das Team weiterhin hart: In der Tabelle steht Pramac ganz unten. Nach dem Saisonende 2025 belegte Pramac den letzten Platz in der Teamwertung, und auch bis zur Sommerpause 2026 ist das Team aus Casole d’Elsa weiterhin Schlusslicht. In der Fahrerwertung liegt Jack Miller mit 19 Punkten auf Rang 20, während der Rookie Toprak Razgatlioglu mit 12 Zählern auf Platz 21 steht. Zum Vergleich: Fabio Quartararo hat auf der Werks-Yamaha 55 Punkte.

Trotz der Ergebnisse zeigte sich Teamchef Paolo Campinoti gelassen und fokussiert auf das, was als Nächstes kommt. In einem Gespräch im Podcast von Andrea Migno („Mig Babol“) sagte er: „Mir geht es gut, und die Dinge laufen gut.“ Außerdem erklärte er, Pramac warte auf weitere Entwicklungsfortschritte am Motorrad und sei zuversichtlich für das nächste Jahr, wenn es „eine deutliche Veränderung“ am Bike geben sollte.

Campinoti machte vor allem die technische Ausrichtung von Yamaha für diese Zuversicht verantwortlich. Yamaha wird in dieser Saison in der MotoGP einen V-Motor einführen, nachdem man zuvor eine Reihenmotor-Konfiguration genutzt hatte. Darüber hinaus verwies er auf die große Regulierungsreform für 2027 und bezeichnete sie als „Reset“ – dieser Neustart sei die wichtigste Hoffnung für Pramac.

Im Vergleich zwischen Pramac und dem Yamaha-Werksteam behauptete Campinoti, die Lücke sei kleiner als es die Gesamtwertung vermuten lasse. „Ich will nicht angeben, aber im Moment sind wir immer vorne“, sagte er und verwies auf jüngste Rennen, in denen Pramac „die beste Yamaha“ gehabt habe. Die Aussagen fielen zwischen den Events in Assen und auf dem Sachsenring. Speedweek merkte an, dass Quartararo zwischen Assen und Brünn keine Punkte geholt habe, während die Pramac-Fahrer ebenfalls vor Alex Rins lagen. Campinoti sagte, dass Quartararo nach Assen wieder in die gewohnte Reihenfolge zurückgekehrt sei.

Campinoti ging zudem auf Razgatlioglus Anpassungsprozess ein. Er sagte: „Toprak wird von Rennen zu Rennen besser.“ Die frühen Schwierigkeiten führte er auf Probleme mit den Reifen zurück. Razgatlioglu habe sich nach dem Wechsel von Pirelli auf Michelin zunächst schwergetan, was zu einer „leicht anderen Fahrweise“ geführt habe. Campinoti ist überzeugt, dass der Prozess funktioniert, und hofft, dass Razgatlioglu bei der Rückkehr der MotoGP zu Pirelli im nächsten Jahr wieder das Gefühl von früher findet.

Neben der Technik betonte Campinoti auch die mentale Seite. „Er hat den Mindset eines Champions“, sagte er und argumentierte, dass nach so vielen Jahren klar werde, wer „das Auge eines Champions“ habe. Er verteidigte außerdem Razgatlioglus Reaktion auf die Probleme der Saison: „Objektiv ist das Bike nicht das beste auf dem Grid.“ Seiner Ansicht nach könne Razgatlioglu „eine Million Ausreden“ haben, doch stattdessen sei er entschlossen, sich in jeder Session zu verbessern. Campinoti beschrieb einen Fahrer, der sich auf Details konzentriert, wütend wird, wenn er hinterherfährt, und körperliche Anspannung zeigt, wenn es nicht gut läuft.

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