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VALENTINO ROSSI SAGT, ER STEHT KIMI ANTONELLI BEI UND NICHT FERRARI IM TITELRENNEN UM DIE F1-WELTMEISTERSCHAFT 2026

6d ago·

MotoGP-Ikone Valentino Rossi hat Andrea Kimi Antonelli öffentlich für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 unterstützt und sich dabei gegen die Ferrari-Bindung seines Landsmanns entschieden. Der siebenfache Premierklassen-Champion sagte, er verstehe zwar den emotionalen Sog, den Ferrari in Italien ausübt, sei aber letztlich „eher ein Fahrer-Fan“. Im Gespräch mit Sky Sports F1 vor dem Belgien-Grand-Prix erklärte Rossi: „Man kann sich in Italien mit Ferrari vorstellen, dass das wie eine Religion ist. Aber ich bin eher ein Fahrer-Fan. Also bin ich jetzt bei Kimi.“

Rossi verwies auf Antonellis Tempo und darauf, wie selten es in den vergangenen Jahrzehnten einem Italiener gelungen ist, den F1-Titel zu gewinnen. „Er ist ein großes Talent. Er hat sehr viel Speed und in Italien haben wir in den letzten 70 Jahren nie einen Formel-1-Fahrer gehabt, der die Meisterschaft gewinnen konnte. Das ist also etwas ganz Besonderes“, fügte er hinzu. Antonellis aktuelle Form macht dieses „Besondere“ inzwischen realistisch: Er hat bereits fünf der neun Rennen gewonnen und führt die Gesamtwertung mit 25 Punkten Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell.

Die italienische Verbindung geht über den direkten Fahrerduell hinaus. Rossi bemerkte, dass auch Ferraris Saison stark läuft: Lewis Hamilton und Charles Leclerc holten in den vergangenen drei Rennen Siege. Dennoch liegt Hamilton weiterhin 32 Punkte hinter Antonelli, während Ferrari in der Konstrukteurswertung 78 Punkte Rückstand auf Mercedes hat – Zahlen, die unterstreichen, wie wichtig Antonellis Vorsprung für den weiteren Verlauf der Meisterschaft ist.

Rossi ordnete seine Unterstützung zudem historisch ein: Er wolle, dass Antonelli der erst dritte Italiener wird, der die F1-Weltmeisterschaft gewinnt – nach Giuseppe Farina und Alberto Ascari, wobei Letzterer es 1953 geschafft hatte.

Obwohl Rossi vor allem für seine MotoGP-Erfolge bekannt ist, interessiert er sich seit langem auch für Motorsport jenseits von zwei Rädern. 2004 und 2005 nahm er bereits an F1-Tests mit Ferrari teil, was Spekulationen über einen möglichen Wechsel befeuerte, der jedoch nie zustande kam. In jüngerer Zeit tritt er als BMW-Werksfahrer im Sportwagenbereich an und sprach über einen möglichen zukünftigen Auftritt bei den Nürburgring 24 Hours. „Ja, weil es jetzt so aussieht, als könnte man die Genehmigung in einem einzigen Wochenende bekommen“, sagte Rossi. „Wir sprechen mit BMW, um alles zu organisieren. Die Nürburgring 24 Hours stehen definitiv auf meiner Bucket List. Ich hoffe, wir können es mit BMW hinbekommen.“

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