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KTM-CHEF NEUMEISTER UNTERSCHREIBT NEUEN MOTO-GP-VERTRAG, UM DIE ZUKUNFT DER MARKE ZU SICHERN

2h ago·

KTM hat sich nach der Unterzeichnung eines neuen MotoGP-Vertrags durch den CEO Gottfried Neumeister seine Position in der nächsten Ära der Königsklasse gesichert. Der Deal erstreckt sich über den Zeitraum 2027 bis 2031 und unterstreicht damit das Bekenntnis des österreichischen Herstellers zum Premierensport. Die Vereinbarung wurde rund um den Großen Preis von Brünn bekanntgegeben, als die MotoGP-Gruppe und die fünf aktuellen Motorenhersteller – Aprilia, Ducati, Honda, KTM und Yamaha – ihre Teilnahme am künftigen Rahmen des Wettbewerbs bestätigten.

Die Erneuerung soll allen Beteiligten langfristige Planungssicherheit geben, insbesondere angesichts der Größenordnung der nötigen Investitionen. Laut den Berichten liegen die Budgets bei über 50 Millionen Euro pro Jahr; die geplanten Investitionen hängen dabei an der Stabilität der Wettbewerbsstruktur. Während die MotoGP Sports Entertainment Group, an der Liberty Media die Mehrheit hält, den kommerziellen Teil der Serie verantwortet, setzen die Hersteller für ihre Renditen auf den breiteren globalen Motorradmarkt. Die Kontinuität des MotoGP-Engagements ist daher strategisch entscheidend.

Für KTM hat die Vertragsverlängerung zudem besonderes Gewicht. Die Quellen verweisen auf eine Phase erheblicher Instabilität beim Unternehmen und sprechen von einer Krise, die die Position des Herstellers gefährdet habe. Stabilität sei Berichten zufolge erst nach radikalen Veränderungen wiederhergestellt worden – unter anderem durch Anpassungen im Management sowie einen laufenden Restrukturierungsprozess, der bis heute andauert. Gleichzeitig betont die Berichterstattung, dass KTM im Top-Rennsport durch die Unterstützung der indischen Bajaj Group abgesichert ist. Diese soll helfen, die Marke auch als Flaggschiff in der MotoGP präsent und sichtbar zu halten.

Neumeisters Aussage rahmte die Vertragsverlängerung als sowohl praktische als auch symbolische Maßnahme für KTM ein. Er sagte: „Die Verlängerung des MotoGP-Vertrags schafft eine solide Grundlage für Kontinuität und Verlässlichkeit. Für KTM unterstreicht das unser gemeinsames Engagement, die Meisterschaft weiterzuentwickeln und als globalen Maßstab im Motorradrennsport zu etablieren. MotoGP bietet eine einzigartige Umgebung, in der Leistung, Innovation und Markenidentität auf höchstem Niveau zusammenkommen. Die Plattform spielt eine Schlüsselrolle dabei, unsere globale Präsenz zu stärken und zu untermauern, wie unsere Marke in einem hart umkämpften, internationalen Umfeld wahrgenommen wird. Sportliche Leistung ist ein zentrales Element unserer Unternehmensidentität. Die Erfolge, die wir in den vergangenen Jahren in der MotoGP erzielt haben, haben wesentlich zur Stärke und Sichtbarkeit der KTM-Marke weltweit beigetragen. Gleichzeitig sind sie das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung unseres gesamten Unternehmens, unseres Teams und des gesamten Netzwerks an Partnern, Fans und Unterstützern.“

Mit Blick nach vorn ergänzte Neumeister: „Mit Blick auf die Zukunft bleiben wir diesem Weg voll und ganz verpflichtet – mit dem klaren Ziel, auf dem höchsten Niveau zu konkurrieren und in der MotoGP weiter um Erfolg zu kämpfen. Wir sind überzeugt, dass KTM und MotoGP hervorragend zusammenpassen und gemeinsame Werte teilen, die die Meisterschaft und die Marke in den kommenden Jahren weiter vorantreiben werden.“

Die Vertragsverlängerung wurde außerdem als formeller Abschluss eines längeren Prozesses präsentiert, der bereits deutlich vor der Bekanntgabe begonnen hatte. Die Quellen verwiesen auf frühere Berichte aus dem Oktober 2025 über den Start der neuen 850-ccm-Motorenentwicklung von KTM. Diese sei als klares Signal für ein mittelfristiges MotoGP-Engagement gewertet worden.

Neben den Vertragsnachrichten hatte KTM-Führung zuletzt auch die finanzielle Unabhängigkeit seines Werksrennteams betont. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die neue Eigentümerstruktur von Tech3 – Günther Steiner – mit der Idee übereinstimmt, dass KTM ein stabiler wirtschaftlicher Partner bleibt. Die Vereinbarung zwischen KTM und Tech3 habe demnach verbleibende Zweifel an der weiteren Präsenz von KTM im Paddock ausgeräumt.

Nachdem nun die kommerziellen und vertraglichen Grundlagen geschaffen sind, richtet KTM den Fokus im Rennbetrieb wieder stärker auf Ergebnisse. Für das Team um Racing Director Pit Beirer lautet die erklärte Mission, den MotoGP-Titel in Munderfing anzustreben.

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