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KTM-PIT-BEIRER SAGT, RAUL FERNANDEZ STEHT FÜR 2027-MOTOGP-SEATS IM RAUM

15h ago·

Mit Blick auf die bevorstehende MotoGP-Ära 2027–2031 und die erwarteten offiziellen Bestätigungen nach den neuen Rahmenvereinbarungen werden die Fahrerbesetzungen für die nächsten 850-ccm-Regeln hinter den Kulissen weiter zusammengestellt. KTM arbeitet bereits an der Planung, doch die letzten Bausteine für die RC16 sind noch nicht endgültig fixiert – vor allem, weil sich das Team auf eine Phase vorbereitet, in der mehrere Top-Fahrer nicht mehr zur Verfügung stehen.

KTM’s künftige Pläne sollen sich deutlich verändern. Speedweek berichtet, dass der Abgang von Pedro Acosta zum Ducati Lenovo Projekt als sicher gilt, während auch die Zusammenarbeit mit Enea Bastianini als praktisch entschieden beschrieben wird. In der Zwischenzeit hat KTM bereits zwei rennstarke Talente für sein Programm gesichert: Alex Marquez, aktuell Vize-Weltmeister, sowie Fabio Di Giannantonio, der zum Zeitpunkt der Berichterstattung als bestplatzierter Ducati-Fahrer identifiziert wurde.

Neben diesen Wechseln sind die restlichen Sitze bei KTM weiterhin offen. KTM-Rennsportdirektor Pit Beirer bestätigte Speedweek, dass sowohl Maverick Viñales als auch Brad Binder weiterhin im Rennen sind, obwohl es über die Saison 2026 hinaus keine Vereinbarungen gibt. Beirer sagte: „Beide, Brad und Maverick, könnten mit uns weitermachen. Stand heute haben wir noch zwei Positionen zu besetzen, und beide Fahrer stehen auf unserer Liste.“

Die Liste beschränkt sich jedoch nicht nur auf diese beiden Namen. Beirer deutete außerdem an, dass Raul Fernandez ebenfalls Thema ist. „In der aktuellen Situation musst du auch mit Raul sprechen. Nicht nur, weil wir viele Erfolge mit ihm gefeiert haben, sondern auch, weil er in der MotoGP weiterhin sehr starke Leistungen abliefert“, sagte er.

Speedweeks Hintergrund zu Fernandez zeichnet seinen Aufstieg über den KTM-Nachwuchsweg nach. Fernandez gewann zwei Moto3-Rennen mit KTM Ajo, wurde in der Moto2 Vize-Weltmeister – mit acht Siegen – und stieg 2022 in die MotoGP bei Tech3 auf. Seine Debütsaison in der Königsklasse wurde als enttäuschend beschrieben, was zu einem Wechsel ins Aprilia-Kundenteam führte.

Die Saison 2025 wird als Durchbruch für Fernandez nach langer Wartezeit eingeordnet. Nach seinem ersten MotoGP-Sieg zeigt er sich regelmäßig, und vor dem Ungarn-GP – wo Speedweek anmerkt, dass er als „unschuldiges Crash-Opfer“ zurückgelassen wurde – lag Fernandez auf Rang sechs in der WM-Tabelle. Der Bericht ergänzt, dass Fernandez, der in der Weltmeisterschaftstabelle unter den Fahrern ohne Vertragsoptionen aktuell am besten platziert ist, derzeit keine Vertragsoption auf dem Tisch hat.

Der Fokus bei der KTM-Rekrutierung beschränkt sich nicht nur auf etablierte MotoGP-Namen. Speedweek verweist zudem auf Moto2-Talent, das bei KTM beobachtet wird – insbesondere Senna Agius – und nennt außerdem Moto2-Rennführer Manuel Gonzalez. Beide Intact-GP-Fahrer werden als Kandidaten beschrieben, die in die neue MotoGP-Ära aufsteigen könnten. Gleichzeitig heißt es, KTM und Tech3 hätten zuvor vereinbart, dass der bevorzugte Ansatz ein Line-up mit einem erfahrenen Fahrer neben einem Rookie wäre.

Für Binder ist die Lage zwar bekannt, aber noch nicht gelöst. Vor dem Tschechischen GP berichtet Speedweek, dass Binders Botschaft schlicht war: „Meine Zukunft ist noch nicht entschieden.“

Viñales’ Situation wird als deutlich komplizierter dargestellt. Speedweek erinnert daran, dass Viñales eine Schlüsselrolle im KTM-Projekt gespielt habe, doch seine Saison wurde durch eine Schulterverletzung und einen Sturz aus dem Takt gebracht. Mehrere Comeback-Versuche sollen Berichten zufolge gescheitert sein, wodurch seine Lage angespannt bleibt. Viñales erklärte die körperliche Herausforderung direkt: „Natürlich stehe ich unter Druck. Die Situation mit meiner Schulter macht es schwierig für mich. Jedes Mal, wenn ich voll pushen will, kommt der Schmerz zurück – und das ist keine gute Ausgangslage. Man kann hier nicht wettbewerbsfähig sein, wenn der Körper nicht mitspielt. Es ist schwer, weil mir nur ein paar Zehntel fehlen.“

Trotz der Unsicherheit bei den verbleibenden Sitzen ist Beirers Ansicht, dass KTM nicht in Panik verfallen muss. Speedweek hält fest, dass für 2027 der Rest der „Top-Gruppe“ der MotoGP-Fahrer nicht verfügbar sein wird. Die unmittelbare Priorität besteht daher darin, schnell mindestens eine weitere Entscheidung abzusichern. Beirer sagte: „Nach dem Brno-GP wollen wir eine der beiden Positionen definieren.“

Da der Tschechische GP als Karrieretest für Fahrer und als möglicher Wendepunkt für Vertragsgespräche gilt, ordnet Speedweek das Wochenende als mehr ein als nur Rennen ein: Es könnte beeinflussen, ob KTM einen weiteren wichtigen Teil der 2027-Pläne finalisiert – und ob mindestens ein MotoGP-Sieger aus dem Event als klares Statement für die neue Ära hervorgehen kann.

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