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PEDRO ACOSTA PROGNOSTIZIERT, DASS DAS NIVEAU VON MARC MARQUEZ NACH DER RÜCKKEHR NACH DER VERLETZUNG WEITER STEIGEN WIRD

3h ago·

🇬🇧

Pedro Acosta geht davon aus, dass der Rest der MotoGP-Saison 2026 deutlich anspruchsvoller wird, sobald Marc Marquez wieder vollständig fit zu sein scheint. In einem Gespräch mit DAZN im Fahrerlager des Tschechischen Grand Prix am Donnerstag blickte der 22-Jährige auf das Wochenende voraus und ordnete zugleich eine Saison ein, die ihm bisher seine bislang wettbewerbsfähigste Phase in der Königsklasse beschert.

Nach acht absolvierten Rennen hat Acosta drei Podestplätze in den Grand-Prix-Läufen vorzuweisen und zudem einen Sieg im Saisonauftakt beim Buriram Sprint geholt. Ein großer Teil seiner Zeit in diesem Jahr bestand aus engen, hochintensiven Duellen mit dem Werks-Ducati-Piloten – ein Umstand, der auch Spekulationen über eine mögliche künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Spaniern befeuert hat.

Der jüngste Höhepunkt dieser Rivalität fiel beim Ungarn-Grand-Prix. Dort verwies Acosta auf Marquez’ Leistung als Indiz dafür, dass der amtierende Weltmeister wieder in Schwung kommt. „Marc ist von seiner Verletzung zurück, also denke ich, dass jetzt im Großen und Ganzen alles wieder stabil ist. Und es wird zunehmend schwieriger“, sagte Acosta. Er betonte außerdem, dass die aktuelle Form der Hersteller die Ausgangslage bereits prägt: „Aprilia ist schon einen großen Schritt voraus. Ducati performt so, wie sie es immer tun.“

Auf die Frage, ob Marquez nun als ernsthafter Titelkandidat gelten sollte, spielte Acosta die Herausforderung nicht klein. „Klar, Marc ist Marc“, antwortete er. „Am Ende musst du dir nur das Rennen in Ungarn ansehen – er ist von Stärke zu Stärke gegangen.“ Acosta machte den Aufwärtstrend zudem an der körperlichen Verfassung fest: Die Leistung, die Marquez in Ungarn gezeigt habe, wäre ohne die richtige Fitness nicht möglich gewesen. „Und wenn er körperlich nicht in Form ist, dann hast du auch kein Rennen wie dieses, oder? Deshalb denke ich, dass sein Level zwischen jetzt und zum Saisonende weiter steigen wird, sozusagen.“

In der WM-Tabelle soll Ducati-Pilot Marco Bezzecchi den Ducati-Star um 72 Punkte anführen, doch Acosta stellte klar, dass Marquez aufgrund seiner Klasse nicht abgeschrieben werden kann. Seine Botschaft war eindeutig: Mit fortschreitender Genesung von Marquez dürfte die Hürde, ihn zu schlagen, eher steigen als sinken.

Marquez selbst dämpfte derweil jede unmittelbare Titel-Debatte. Stattdessen konzentrierte er sich auf seine laufende Rehabilitation und darauf, die Fitness weiter aufzubauen – ohne Rückschläge. Während seiner eigenen Aussagen in Tschechien sagte er: „Es ist Fortschritt gemacht worden. Offensichtlich macht man mit mehr Zeit und mehr Trainingseinheiten auf der Teststrecke auch auf diese Weise Fortschritt.“ Er beschrieb außerdem die nächsten Schritte in seiner Vorbereitung und erklärte, dass der Kalender wieder stärker in Richtung Rechtskurven tendiere, was dabei helfen sollte, klarer zu erkennen, wo er steht. „Ich hoffe, dass ich besser in Form bin als in Mugello. Vor allem das war ein bisschen eine Benchmark. Jetzt sind wir wieder auf Rechtsstrecken, also bekommen wir ein klareres Bild davon, wo wir hier stehen.“

Entscheidend betonte Marquez, dass sein Fokus auf einer stetigen Verbesserung von Tag zu Tag liegt – und dabei das Risiko weiterer Verletzungen möglichst gering bleibt. „Wir werden versuchen, weiter Fortschritt zu machen, Tag für Tag zu verstehen, wozu wir in der Lage sind, aber vor allem ohne es zu übertreiben“, sagte er. „Das Letzte, was ich im Moment brauche – oder das Schlimmste, was passieren könnte – ist eine weitere Verletzung, wie klein sie auch sein mag, weil wir gerade dabei sind, uns körperlich zu verbessern.“

In Summe zeichnen die Aussagen beider Fahrer das Tschechien-Wochenende als Schlüsselmoment in Marquez’ Comeback-Bogen: Acosta erwartet, dass die Leistung seines Rivalen weiter nach oben klettert, während Marquez darauf besteht, dass das unmittelbare Ziel darin besteht, seine Genesung zu schützen, damit der Fortschritt weitergehen kann.

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