MARC MARQUEZ SAGT, MODERNE MOTO GP-MASCHINEN ERZWINGEN EIN „ROBOTER“-FAHRSTIL
2h ago·

Marc Marquez hat seine Kritik an der Art erneuert, wie moderne MotoGP-Maschinen die Fahrer dazu zwingen, sich zu bewegen. Seiner Ansicht nach führen die heutigen Bikes durch den Einfluss der Aerodynamik faktisch zu einem „automatischen“ Fahrstil.
In Kommentaren, die aus einem Interview mit Bike World überliefert wurden, sagte der Ducati-Corse-Pilot, dass das letzte Jahrzehnt der Entwicklung – vor allem in den Bereichen Aero und Ride-Height-Technologie – verändert habe, was es bedeutet, am Limit zu fahren. Er verwies darauf, wie die Aerodynamik die Performance vorgibt: „Wenn du gegen die Aerodynamik arbeitest, wirst du langsamer.“ Dadurch bleibe weniger Raum, um den eigenen Stil auf das Motorrad zu übertragen.
Marquez stellte die aktuelle Ära der Zeit gegenüber, die er als deutlich angenehmer beschreibt. Er nannte „2014, ’15, ’16“ als Jahre, in denen die Bikes seiner Aussage nach anders gefahren wurden, weil sie „ohne die Aerodynamik“ auskamen. Er räumte ein, dass die heutigen Motorräder „sehr schön zu fahren“ seien, betonte aber, dass sich das Fahrgefühl mit einer Einschränkung verbindet: „Es ist eher ein Roboterstil.“
Der Kern seiner Aussage: Der Fahrer kann das aerodynamische Gleichgewicht nicht wirklich übersteuern. „Du musst dem folgen, was die Aerodynamik will, und du kannst das Bike nicht überstimmen“, sagte er. Wer versuche, in diese Richtung zu kämpfen, mache das Motorrad langsamer: „Wenn du das Bike übersteuerst, bist du gegen die Aerodynamik und dann bist du sogar noch langsamer.“
Marquez verknüpfte den Wandel des Fahrstils auch damit, wie Stürze und Rettungsmanöver ablaufen. Er sagte, dass man auf den Bikes Mitte der 2010er noch einen Unterschied machen konnte, wenn etwas schiefging: „Du hast angefangen zu rutschen, du hast angefangen, das Vorderrad zu verlieren“, und dass diese Ära „viele Rettungen“ hervorgebracht habe. Im Gegensatz dazu werde es mit den heutigen Downforce-Eigenschaften schwieriger, sich zu erholen: „Jetzt nicht mehr, denn das Problem ist jetzt, dass die Downforce, die wir haben, wenn du das Vorderrad verlierst, wir den Reifen sehr stark drücken und er kommt nie zurück.“
Seine Haltung ordnete er eher der Charakteristik des Motorrads als der Markenloyalität zu: „Nicht weil ich Honda oder Ducati mochte; es ist einfach der Stil des Bikes.“
Mit Blick auf die Zukunft verwies Marquez auf die Richtung der Reglements. Er merkte an, dass das MotoGP-Bike 2027 „eine Reduzierung der Aero-Werte“ sowie „ein vollständiges Verbot von Ride-Height-Geräten“ bringen wird. Dennoch hat er zuvor gesagt, er hätte es bevorzugt, wenn unter den 2027er Regeln noch weniger Aerodynamik erlaubt wäre.