TOPRAK RAZGATLIOGLU SAGT, DER PIRELLI-WECHSEL WIRD NICHT GENÜGEN, WENN YAMAHA NICHT NOCH KOMPETITIVER WIRD
19h ago·

Vor dem dieswöchigen Tschechien-Grand-Prix hat Pramac-Pilot Toprak Razgatlioglu darüber gesprochen, was die Regeländerungen für die MotoGP im Jahr 2027 für ihn bedeuten könnten – insbesondere der Wechsel zu Pirelli als einzigem Reifenlieferanten. Da Razgatlioglu in seiner Rookie-Saison mit Yamaha-Maschinen fahren wird, lautet die Erzählung im Fahrerlager, dass sein eigentliches Potenzial erst ab 2027 voll zum Tragen kommen würde, wenn die neuen technischen Vorschriften gemeinsam mit dem Reifenwechsel eingeführt werden.
Razgatlioglu machte jedoch deutlich, dass allein die Reifen nicht über seine Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Auf die Frage im Rahmen der Medienaufgaben am Donnerstag, ob er endlich Pirelli-Reifen auf Prototyp-Maschinen testen könne – der Test ist einen Tag nach dem Sonntagrennen angesetzt –, sagte er: „Wir werden sehen.“ Er fügte hinzu, er sei „sehr neugierig und sogar aufgeregt“, um sie auszuprobieren, betonte aber, dass er sie zunächst fahren und verstehen müsse, wie sie sich unter MotoGP-Bedingungen anfühlen: „Die Pirellis sind exzellente Reifen, aber man braucht auch ein gutes technisches Paket. Nur die richtigen Reifen zu haben, reicht nicht. Ich muss sie erst testen, und dann kann ich mehr sagen.“
Zum Anpassungsprozess ist Razgatlioglu der Ansicht, dass der Übergang von Michelin zu Pirelli für ihn unkompliziert sein dürfte: „Der Übergang von Michelin zu Pirelli wird für mich ziemlich einfach sein.“ Außerdem wies er darauf hin, dass unterschiedliche Fahrer unterschiedlich auf Reifenwechsel reagieren. Seine Gespräche im Fahrerlager hätten gezeigt, dass die Meinungen nicht einheitlich seien: „Es gibt Fahrer, die mit den Michelins sehr zufrieden sind, und andere, die damit Probleme haben.“
Entscheidend ist für ihn, dass die Herausforderung über reine Gummimischungen hinausgeht. „Für MotoGP-Fahrer ist es nicht nur die Reifen, die zählen: Das Motorrad ist auch komplett anders. Alles ändert sich. Wenn du eine Ducati fährst, ist das kein Problem“, sagte er und verwies damit darauf, dass das Gesamtpaket den Wechsel je nach Maschine leichter oder schwieriger machen kann.
In Summe vermittelt Razgatlioglus Botschaft: Auch wenn das Eintreffen von Pirelli 2027 eine große Story ist, hängt seine Einschätzung davon ab, wie wettbewerbsfähig Yamahas technisches Konzept in die neue Ära passt – etwas, das er unmittelbar nach seinem ersten Pirelli-Test auf Prototyp-Maschinen beginnen wird zu bewerten.