TOPRAK RAZGATLIOGLU KÄMPFT IN BRNO, WÄHREND YAMAHA SEINE SPITZENLEISTUNG LIMITIERT
1h ago·
Toprak Razgatlioglu ging bereits mit der Erwartung in das Brünn-Wochenende, dass es schwierig werden würde. Als Gründe nannte er sowohl die Eigenschaften der Strecke als auch die Grenzen der Yamaha. Er verwies auf die schnellen Passagen und die deutlich spürbaren Höhenwechsel in Brünn und sagte, dass ihm das nicht liege, weil er einen Fahrstil mit vielen Stop-and-Go-Phasen bevorzuge. Zudem beschrieb er den Motor der Yamaha als den schwächsten im Feld und erwähnte, dass er das tschechische Rennen zuletzt 2018 gefahren habe – in seinem ersten Jahr in der Superbike-WM.
Während Ai Ogura in der Session das Tempo vorgab und mit der Trackhouse-Aprilia die Streckenbestzeit um mehr als eine halbe Sekunde verbesserte, musste Razgatlioglu hinterherfahren. Fabio Quartararo war der Beste aus der Yamaha-Gruppe: Er wurde im 22 Fahrer umfassenden Feld 14., lag dabei 0,8 Sekunden hinter dem Führenden. Razgatlioglu verlor weitere 0,8 Sekunden und landete auf dem vorletzten Platz; langsamer war nur Cal Crutchlow, der als Ersatzfahrer für das LCR Honda-Team antrat.
Razgatlioglus Einschätzung drehte sich vor allem darum, wie sich das Motorrad verhielt, wenn sich die Bedingungen änderten. „Am Morgen war es nicht schlecht; als es heißer wurde, haben wir keinen Schritt gemacht“, sagte er. Er fügte hinzu, dass er beim Bremsen ein gutes Gefühl habe, obwohl die hohen Temperaturen den Reifengrip verringerten. In der Übergangsphase habe er jedoch Probleme: „In der Rollphase fällt es mir schwer, die Richtung zu wechseln. Ich konnte mich bisher noch nicht anpassen.“ Außerdem erklärte er, dass er, als die Fahrer mit neuen Reifen auf die Strecke gingen, nicht die gleiche Verbesserung wie die anderen gefunden habe: „Als alle mit neuen Reifen rausgingen, konnte ich mich nicht so klar verbessern.“
Mit Blick auf das Qualifying am Samstag sagte Razgatlioglu, dass die Lage kaum Trost biete, selbst wenn er nahe an den Yamaha-Piloten dran sei. „Das reicht nicht“, stellte der dreifache Superbike-Weltmeister klar. „Wir müssen das Motorrad verbessern und ich muss die Reifen besser verstehen und meinen Fahrstil anpassen. Mein Renntempo ist nicht schlecht, aber wenn es um den Zeitangriff geht, gerate ich immer in Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, wie ich dieses Problem lösen kann. Mehr Einlenken und mehr Seitenhalt würden helfen.“