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WEC VERLEGT MITTLEREN-OST-RUNDEN NEU, DA KRIEG IN IRAN EINEN SICHERHEITSGETRIEBENEN KALENDERWECHSEL AUSLÖST

3h ago·

Die Nachwirkungen des US-/Israel-Kriegs mit Iran haben weiterhin den übergreifenden Motorsport-Kalender verändert. Der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) steht dabei eine große Anpassung bevor, die zugleich die Unsicherheit für andere Serien unterstreicht.

Ursprünglich wollte die WEC ihre Saison 2025 in Katar eröffnen. Der Saisonauftakt wurde jedoch auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschoben und sollte im direkten Anschluss an Bahrain stattfinden. Der Konflikt – ausgelöst im Februar und später eskaliert, nachdem die US-Iran-Friedensgespräche scheiterten – zwingt die Meisterschaft nun, ihre Pläne für den Nahen Osten komplett aufzugeben.

Stattdessen verlegt die WEC die vorletzten und letzten Rennen nach Europa. Das vorletzte Rennen wird am Wochenende vom 18. Oktober auf dem Circuit de Barcelona Catalunya stattfinden – eine Woche früher als ursprünglich für Katar vorgesehen. Das Saisonfinale steigt dann am Wochenende vom 8. November in Monza. Beide Events werden über jeweils sechs Stunden ausgetragen. Barcelona ist dabei erstmals Gastgeber eines WEC-Laufs, während Monza seit 2023 wieder im Kalender steht.

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem stellte die Änderungen als sicherheitsgetriebene Entscheidung dar, die in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern getroffen wurde. Er sagte: „Ich bin unglaublich stolz auf die Zusammenarbeit, die es ermöglichen wird, dass Barcelona und Monza später in diesem Jahr FIA World Endurance Championship-Runden ausrichten.“ Ben Sulayem ergänzte, die FIA habe mit Partnern in Katar und Bahrain Optionen geprüft, um beide Veranstaltungen zu erhalten, jedoch: „Aufgrund der anhaltenden Lage in der Region bleibt die Sicherheit unserer Teams, Kollegen und Motorsportfans unsere höchste Priorität.“

Er fuhr fort: „Das sind nie einfache Entscheidungen, aber der Schutz des Wohlergehens unserer Motorsport-Community steht immer an erster Stelle.“ Ben Sulayem dankte außerdem den beteiligten Mitgliedsclubs und Strecken und verwies auf die Unterstützung des Lusail International Circuit sowie des Bahrain International Circuit. Zudem sagte er: „Unsere Gedanken sind bei allen, die von der Situation in der Region betroffen sind, und wir freuen uns darauf zurückzukehren, wenn die Umstände es erlauben.“

Neben der politischen und organisatorischen Unsicherheit sieht sich die WEC auch mit praktischen Herausforderungen beim Transport konfrontiert. Laut Bericht gab es Hürden bei der Verbringung ihres Frachtguts von ihrem Fuji-Lauf in Japan Ende September – verbunden mit dem anhaltenden Konflikt.

Die WEC-Kalenderkorrektur kommt kurz nachdem die Formel 1 eine ähnliche Störung für ihre Bahrain-Pläne angekündigt hatte. Die F1 hatte ihre Bahrain- und Saudi-Arabien-Rennen bereits aus ihren April-Slots wegen des Iran-Kriegs gestrichen. Nun ist bestätigt, dass der Große Preis von Bahrain in Malaysia ausgetragen wird – am Wochenende vom 4. Oktober auf dem Sepang International Circuit, rund 6000 Kilometer entfernt. Der Bericht merkte zudem an, dass weiterhin unklar sei, was mit dem Katar-Rennen der F1 und dem Saisonfinale in Abu Dhabi passiert. Gerüchte deuten auf mögliche Ersatztermine in Portimão und Imola hin. Katar und Abu Dhabi sind derzeit für den Zeitraum 27.–29. November sowie 4.–6. Dezember als direkte Abfolge angesetzt.

Auch MotoGP hat einen ähnlichen Dominoeffekt durch die regionale Instabilität erlebt. Der Große Preis von Katar wurde von April auf das Wochenende vom 6.–8. November verschoben – passend zu dem Zeitfenster, das für das WEC-Finale in Bahrain vorgesehen war. Diese Änderung schob auch die portugiesischen und die Valencia-Rennen jeweils um eine Woche nach hinten. Stand der Berichterstattung gab es keine weiteren Informationen dazu, ob MotoGP das Katar-Event ersetzen muss.

Theoretisch könnte die Meisterschaft auf einen Ersatz verzichten, weil ein 21-Runden-Kalender statt 22 voraussichtlich weiterhin die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den TV-Partnern erfüllen würde. Der Bericht wies außerdem auf die sportliche Timing-Herausforderung hin: Katar ist nun direkt mit Sepang eine Woche zuvor gekoppelt, was gegen Ende der Saison eine engere Abfolge erzeugt.

MotoGP hat in der Post-COVID-Ära bereits ähnliche Terminzwänge gemeistert – etwa indem 2024 mehrere Rennen am selben Veranstaltungsort ausgetragen wurden, als Kasachstan, Argentinien und Indien abgesagt wurden. Zudem gibt es Hinweise, dass die geplante Rückkehr nach Katar für den Saisonauftakt 2027 möglicherweise verschoben werden könnte, wobei Thailand möglicherweise erneut den Auftaktplatz einnehmen würde.

In Summe zeigen die WEC-Verlegung nach Barcelona und Monza, die Malaysia-Umsetzung von Bahrain in der Formel 1 sowie die Neuplanung des Katar-Termins in MotoGP, wie der Iran-Konflikt weiterhin schnelle Revisionen in den großen Meisterschaften erzwingt – während die Veranstalter wiederholt betonen, dass Sicherheit und Logistik weiterhin oberste Prioritäten sind.

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