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DUCATIS LORENZO-ÄRA-VERTRAGSSTRUKTUR SIEHT NACH EINEM EINZELFALL AUS, DA SICH DIE BEZAHLUNG AUF BONI VERLAGERT

3h ago·

Der Wechsel von Jorge Lorenzo von Yamaha zu Ducati im Jahr 2017 zählt weiterhin zu den spannendsten Vertragsgeschichten der MotoGP – doch aktuelle Gespräche deuten darauf hin, dass ein solches Deal-Modell künftig kaum wiederholt wird. Lorenzo kam zu Borgo Panigale, nachdem er seine gesamte Karriere beim Yamaha-Werksteam verbracht hatte. Zwar gewann er drei Rennen für Ducati, insgesamt gilt das Ergebnis jedoch als enttäuschend. Der Spanier wurde in dieser Phase von Andrea Dovizioso in den Schatten gestellt, der sich als der engste Herausforderer von Marc Marquez erwies.

Ein zentraler Punkt der Erzählung ist die Struktur von Lorenzos Vergütung. Riccardo Jove – als ehemaliger Rennfahrer, der später in Management und als Experte wechselte – erklärte im Podcast „Fast & Curious“, dass Lorenzos Gehalt auf rund 12 Millionen Euro garantiert gewesen sei. Jove betonte, dass feste Summen in dieser Größenordnung heute selten seien: Verträge würden zunehmend auf leistungsbezogene Anreize statt auf garantierte Zahlungen aufgebaut. „Es gibt normalerweise ein festes Grundgehalt, aber in letzter Zeit verschiebt sich alles in Richtung variabler Bezahlung, weil das alle wollen: Ergebnisse“, sagte Jove. Die Logik sei dabei einfach: „Wenn es gut läuft, verdient man viel und sie sind glücklich, das zu zahlen; wenn es schlecht läuft, nicht.“ Seiner Ansicht nach geht die Ära der „riesigen 12-Millionen-Euro-Verträge“ zu Ende, und er meinte: „Alles über sechs oder sieben Millionen gilt heutzutage als ein riesiges Gehalt.“

Der Trend zu variabler Vergütung zeigt sich auch daran, wie Ducatis aktuelle Topverdiener beschrieben werden. Laut Bericht ist Marc Marquez in seinem Ducati-Deal 3 Millionen Euro garantiert, kann die Summe aber durch Prämien für Rennsiege und den Weltmeistertitel auf bis zu 6 Millionen Pfund erhöhen – eine Konstruktion, die laut der Diskussion die Bezahlung stärker an die Ergebnisse koppelt.

Auch Ducati-Führungskräfte äußerten sich damals zu Lorenzos Vertrag. Im Januar 2018 bezeichnete Ducati-CEO Claudio Domenicali die Vereinbarung als „außergewöhnlichen einmaligen Kraftakt“ und sagte, dass „es in Zukunft mehr Balance geben wird, wenn es darum geht, Fahrer zu verpflichten“.

Rückblickend glaubt Lorenzo, er hätte mit Ducati möglicherweise noch einen Titel geholt, wenn er bis in die frühen 2020er geblieben wäre – in einer Zeit, in der Marquez mit einer Armverletzung zu kämpfen hatte. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass Marquez voraussichtlich über seinen neuen Ducati-Vertrag für 2027 und 2028 eine deutliche Gehaltserhöhung sichern wird, nachdem er bei seinem Einstieg reduzierte Konditionen akzeptiert hatte. Zudem heißt es, dass Francesco Bagnaia’s Wechsel zu Aprilia Ressourcen freimachen könnte, allerdings wird zugleich gewarnt, dass Pedro Acosta „nicht unbedingt günstig“ zu haben sein wird.

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