LUCIO CECCHINELLO SAGT, MARC MARQUEZ HÄTTE 2013 CASEY STONER GESCHLAGEN
3h ago·

LCR-Teamchef Lucio Cecchinello hat sich zu einer der größten „Was-wäre-wenn“-Debatten im MotoGP-Zirkus geäußert: Was wäre passiert, wenn Casey Stoner nach seinem Rücktritt 2012 länger im Premier-Klasse-Feld geblieben wäre – statt dass Marc Marquez 2013 seinen Platz einnahm.
Cecchinello, der vier Saisons lang mit Stoner in verschiedenen Grand-Prix-Kategorien zusammengearbeitet hat, wurde in einem Interview mit „Motorbike Magazine“ gefragt, ob er es gern gesehen hätte, wenn der Australier und Marquez direkt gegeneinander gefahren wären. Seine Antwort kam sofort: „Ja, definitiv, ich hätte es wirklich gern gesehen.“
Als das Gespräch darauf überging, wer am Ende die Oberhand gehabt hätte, deutete Cecchinello an, dass Stoner zunächst vielleicht die Nase vorn gehabt hätte, Marquez aber letztlich einen Weg gefunden hätte, sich durchzusetzen. „Ich denke, es könnte zunächst Casey Stoner gewesen sein, und dann Marc Marquez“, sagte er. Der Grund sei laut Cecchinello nicht rohe Pace oder das Material gewesen, sondern Stoners veränderte Einstellung, nachdem er seine Ziele erreicht hatte.
Cecchinello erklärte, dass Stoners Motivation, mit derselben Intensität weiterzufahren, „ein bisschen nachgelassen“ habe – und dass Stoner ihm das direkt gesagt habe. Er erinnerte sich an Stoners Worte aus ihrer gemeinsamen Zeit im Jahr 2002: „Oye, Lucho, ich werde alles tun, um Weltmeister zu werden. Wenn ich den Weltmeistertitel gewonnen habe, werde ich der ganzen Welt und meinen Freunden in Australien zuwinken.“ Cecchinello fügte hinzu, dass Stoner danach noch zwei weitere Weltmeisterschaften gewann.
In der Realität bleibt das Szenario ungeklärt – Fans hatten nie die Chance, die beiden Fahrer unter gleichen Bedingungen in derselben Ära gegeneinander zu sehen. Doch Cecchinelos Sichtweise rahmt die hypothetische Situation als Duell, in dem Stoners Antrieb in seiner Hochphase zunächst für frühe Ergebnisse gesorgt hätte, während Marquez’ Fähigkeit, sich anzupassen und sich weiterzuentwickeln, ihn über die Zeit hinweg wahrscheinlich nach vorne gebracht hätte.
Die Debatte zeigt auch, wie stark Stoners Fahrstil bis heute studiert und bewundert wird. Der Bericht hält fest, dass sogar Marquez selbst geäußert hat, er hätte gern gegen Stoner gefahren – und zwar, um mehr über dessen Herangehensweise aus nächster Nähe zu lernen.