JACK MILLER VERGLEICHT YAMAHAS WSBK-MASCHINE MIT MOTO3 ANGESICHTS VON GERÜCHTEN UM 2027
1h ago·

Jacks Miller Zukunft jenseits der MotoGP wird zunehmend mit der World Superbike verknüpft: Gerüchte um die WSBK-Saison 2027 bringen ihn in den Bereich der Yamaha-Werkspläne. Der australische Fahrer, der Pramac Ende 2026 verlassen soll, wird so beschrieben, als habe er „sein“ MotoGP-Kapitel abgeschlossen. Zudem schließt er einen Wechsel in eine Testrolle aus und sagt, er wolle 2027 im Rennsport bleiben.
Ein möglicher Wechsel wurde auch im Zusammenhang damit diskutiert, dass Miller Yamahas WSBK-Team verstärken könnte. Gespräche im Fahrerlager beim British GP deuten darauf hin, dass die Gespräche vorankommen. Die Journalisten Neil Morrison und Simon Patterson verwiesen auf positive Signale: Morrison bezeichnete das Yamaha-WSBK-Programm als „sehr interessant“ für Miller, nachdem er mit mehreren Personen über 2027 gesprochen hatte. Patterson sagte, der Pramac-Pilot mache „einige positive Geräusche“ in Bezug darauf, bei dem Iwata-Hersteller zu bleiben.
Gleichzeitig gibt es klare Hintergründe in MIllers aktueller MotoGP-Situation. Der Pramac-Sitz gilt als erwartet für den Moto2-Absolventen Izan Guevara, der mit Toprak Razgatlıoğlu zusammenarbeiten würde. Damit wird MIllers eigene Entscheidung, anderswo einen Rennplatz zu suchen, besonders bedeutend – zumal er bereits gezeigt hat, dass er mit Yamaha-Maschinen arbeiten kann: Er fuhr 2026 die YZF-R1 bei den Suzuka 8 Hours.
Allerdings könnten MIllers Aussagen über Yamahas Superbikes die Sache verkomplizieren. In einem Gespräch mit dem Journalisten Manuel Pecino über dessen YouTube-Kanal verglich Miller den Charakter des Bikes mit Moto3 und stellte dabei vor allem einen fehlenden Punch bzw. fehlende Leistung in den Mittelpunkt. Er sagte: „Ich habe vorab keinen Test gemacht. Ich bin am Sonntag in Assen gefahren, und ich bin am Dienstag um 8:30 Uhr in Japan auf einer Superbik gefahren. „Also, das ist ein klarer Wechsel, aber du steigst auf die Superbik. Ich meine, die sind schnell, das Werks-Yamaha dort. Aber du steigst drauf und denkst: Dieses Bike ist wie Moto3; das Gefühl ist so. „Du hast keine Power. Das Bike scheint nicht mal Lust zu haben, ein Wheelie zu machen oder irgendwas Verrücktes zu tun, während das, was wir jetzt fahren, diese feuerspeienden Monster sind.“
Diese Aussagen fielen nach seinem Einsatz bei den Suzuka 8 Hours, bei denen er die YZF-R1 gemeinsam mit Katsuyuki Nakasuga und Andrea Locatelli fuhr und hinter dem Honda-HRC-Team von Takumi Takahashi, Jonathan Rea und Somkiat Chantra den zweiten Platz belegte.
Auch wenn MIllers Ruf als Entwicklungsfahrer für Yamaha weiterhin attraktiv sein könnte, dürfte der Ton seines Vergleichs – insbesondere der Hinweis, das Superbik fühle sich wie „Moto3“ an und habe nicht den Schub, den er mit den aktuellen MotoGP-Maschinen verbindet – für das Team schwer zu hören sein. Das gilt umso mehr, weil Yamaha weiterhin an Herausforderungen in sowohl WSBK als auch MotoGP arbeitet.