MOTOGP MUSS DEN QATAR-GP-PLAN KLÄREN, NACHDEM F1 DEN ERSATZ IN MALAYSIA BESTÄTIGT
3h ago·

Die Entscheidung von Formel 1, den Großen Preis von Bahrain nach Sepang in Malaysia zu verlegen, hat die Debatte darüber neu entfacht, wie schnell MotoGP sich auf den möglichen Ausfall des Qatar Grand Prix im November vorbereitet. MotoGP hatte das Rennen ursprünglich von April auf November verschoben, in der Erwartung, dass sich die geopolitische Lage im Nahen Osten bis dahin verbessern würde. Während diese Verzögerung einigen Teams entgegenkam, führte sie auch zu einem unausgewogenen Kalender, in dem die zweite Saisonhälfte stärker nach vorn verlegt wurde.
Bislang haben die Verantwortlichen von MotoGP noch keine Entscheidung darüber bekanntgegeben, ob der Qatar Grand Prix im November stattfinden wird. Die fehlende Klarheit wird als potenzielles Problem dargestellt: Je länger der Sport wartet, desto größer wird das Risiko, dass nicht mehr genug Zeit bleibt, um eine praktikable Alternative umzusetzen, falls das Rennen doch nicht stattfinden kann. Laut den Berichten habe MotoGP-Führungskräfte, darunter Carmelo Ezpeleta, es nicht gewollt, den Qatar Grand Prix bereits früher im Jahr zu ersetzen. Nun könnten sich aber die Optionen verengt haben, falls die Unsicherheit anhält.
In einer früheren Phase des Termin-Dilemmas wurde Argentinien als möglicher Ersatzort diskutiert. Allerdings lautet das Argument, MotoGP solle den Blick erweitern und jeden verfügbaren Kurs in Betracht ziehen – sei es die Rückkehr zur Idee Südamerika oder die Auswahl einer anderen Option, die sich tatsächlich in den Kalender integrieren lässt, ohne weitere große Umstellungen zu erzwingen.
Der Vergleich mit der Formel 1 steht im Zentrum der Diskussion. Die Formel 1 hat bereits gezeigt, dass sie für Eventualitäten im Nahen Osten vorausschauend plant: Mit der Ankündigung des Bahrain-Ersatzes in Malaysia wurde frühzeitig Klarheit geschaffen. Im Gegensatz dazu wird MotoGP nachgesagt, weniger dringlich an einem Backup-Plan für Qatar gearbeitet zu haben, obwohl es mit einer ähnlichen Art von Unsicherheit konfrontiert war. Der Beitrag legt nahe, MotoGP solle dem „Playbook“ folgen, das von Liberty Media und dem Top-Management der Formel 1 genutzt wird: früher entscheiden, die Stabilität des Kalenders sichern und vermeiden, dass durch Zeitdruck am Ende nur noch eine Streichung als Option bleibt.
Im Kern geht es darum, dass MotoGP noch entscheiden muss, ob Qatar im November tatsächlich stattfindet – und falls nicht, wohin das Rennen verlegt werden kann. Das muss geschehen, bevor das Zeitfenster für eine realistische Lösung schließt.