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JORGE MARTIN SIEHT, DASS DER 850CC-YAMAHA-WECHSEL ANPASSUNGSPROBLEME BRINGT

1d ago·

Jorge Martin sagt, er sei bereits auf „Probleme“ vorbereitet, während MotoGP in das 850-ccm-Zeitalter wechselt. Der Spanier wird Aprilia am Ende seines Vertrags verlassen, um zum Start der neuen Regularien 2027 zu Yamaha zu wechseln. Der 28-Jährige führt zur Saisonmitte die Fahrerwertung 2026 mit 208 Punkten nach den ersten 11 Rennen an, weiß aber, dass die Herausforderung nicht nur mit einem Teamwechsel zusammenhängt.

Martin wird einen Zweijahresvertrag bei Yamaha unterschreiben und den Trackhouse-Piloten Ai Ogura als Partner in einer komplett neuen Werksaufstellung für das Iwata-Team bekommen. Der Schritt erfolgt, während Fabio Quartararo im nächsten Jahr zu Honda wechselt und Yamaha sich entschieden hat, Alex Rins für 2027 keinen neuen Vertrag anzubieten. Martin ist außerdem der Ansicht, dass viele glauben, er mache einen Fehler, wenn er zu Yamaha wechselt – eine Meinung, die ihn laut eigenen Angaben schon früher begleitet habe. Das habe ihn unter anderem auch getroffen, als er 2021 für sein Debüt in der Königsklasse zu Ducati wechselte, und als er 2025 zu Aprilia ging.

Im Gespräch mit Motosprint konzentrierte sich Martin vor allem auf das Ausmaß des technischen Übergangs. Er argumentierte, dass schon allein der Reifenwechsel ein großer Schritt gewesen wäre, und betonte, dass die Einführung neuer 850-ccm-Maschinen die Umstellung noch bedeutsamer mache. „Für mich wäre allein der Wechsel der Reifen schon revolutionär gewesen. Also macht das Hinzufügen der neuen Bikes die Revolution noch bedeutender“, sagte er. Martin fügte hinzu, dass sich die Fahrer an die neue Umgebung anpassen müssen, betonte aber, dass sein Mindset bodenständig bleibt: „Wir Fahrer müssen das Beste aus der neuen Situation machen, aber das sind Probleme für die Zukunft. Und ich habe gelernt, dass man in der Gegenwart leben muss – dann gebe ich alles.“

Ab 2027 ersetzt Pirelli Michelin als einziger Reifenlieferant der MotoGP, nachdem der Hersteller einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet hat. Das ist das erste Mal überhaupt, dass Pirelli Reifen für die Königsklasse produziert. Der Wechsel dürfte die Rangordnung neu ordnen, wobei Pirellis Eigenschaften im Vergleich zum eher hecklastigen Gefühl von Michelin voraussichtlich ausgewogeneren Grip liefern sollen.

Doch Martins Sorgen gehen über die Reifen hinaus. Die 850-ccm-Regeln bringen ebenfalls große Änderungen mit sich: Unter anderem werden die Ride-Height- und Launch-/Holeshot-Devices verboten, dazu kommen stärkere aero-bedingte Einschränkungen. Außerdem wird die Motorleistung von 1.000 ccm reduziert. Martins Ansicht ist, dass das Gesamtpaket von den Fahrern einen neuen Ansatz verlangen wird.

Das erste Signal aus dem 850-ccm-Test im Juni kam Berichten zufolge von Toprak Razgatlioglu. Er habe sich während des Tests in Brno mit den MotoGP-Reifen von Pirelli offenbar wohlgefühlt. Razgatlioglu hatte zuvor Schwierigkeiten, sich mit den aktuellen Michelin-Reifen vollständig wohlzufühlen, seit Yamaha ihn in dieser Saison aus der World Superbike-Klasse geholt hat.

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