IM PADDOCK WACHSENDE SORGEN, OB QUARTARARO ZUR 850CC-HONDA VON MOTOGP 2027 PASST
1d ago·

Honda hat bestätigt, dass Fabio Quartararo 2027 zum japanischen Werksteam wechselt. Der Franzose soll dabei zur zentralen Figur eines komplett neuen Aufgebots werden, während die MotoGP sich auf die 850-ccm-Ära vorbereitet. Der Schritt war zwar schon seit Monaten erwartet worden, wurde aber erst am Dienstag offiziell, nachdem es Verzögerungen im Zusammenhang mit dem neuen MotoGP-Kommerzvertrag gegeben hatte. Da alle 11 Teams nun bis 2031 fest gebunden sind, hat sich der Fahrermarkt beschleunigt. Hondas Ankündigung kam kurz nachdem das Unternehmen ebenfalls bestätigt hatte, dass Moto2-Topfahrer David Alonso 2027 in die Königsklasse aufsteigen wird.
Obwohl Quartararo als großes Schlagzeilenthema gilt, ist die Reaktion im Fahrerlager nicht durchgehend euphorisch. Die Hauptsorge lautet, ob die 850-ccm-Regeln – und die daraus resultierenden Eigenschaften der Bikes – zu Quartararos Fahrstil passen. Das ist besonders relevant, weil er seine gesamte MotoGP-Karriere auf Yamaha-Maschinen bestritten hat. In den Berichten wird eine „seriöse Quelle“ zitiert, die glaubt, Honda könne 2027 mit Quartararo ein „großes Problem“ bekommen – nicht unbedingt wegen seines Talents, sondern weil die neue technische Ausrichtung möglicherweise nicht zu der Art passt, wie er sich natürlicherweise fährt. Außerdem gibt es Zweifel, wie schnell er sich an Honda anpassen kann, da sein MotoGP-Hintergrund ausschließlich Yamaha-basiert ist.
Die Sorge wird auch dadurch verstärkt, wie Quartararos Yamaha-Kapitel zu Ende geht. Laut derselben Berichterstattung haben die Schwierigkeiten von Yamaha mit der neuen V4-Motor-Generation der YZR-M1 für 2026 dazu geführt, dass Quartararo öffentlich seine eigene Motivation infrage gestellt hat. Er hat zeitweise angedeutet, dass „die Motivation weg ist“. Außerdem wird in dem Bericht darauf verwiesen, dass The Race Fragen aufgeworfen habe, ob Quartararo Yamaha wirklich mit voller Intensität unterstützt. Einige argumentieren, Honda solle beim Thema Einsatz und Commitment vorsichtig sein, wenn er in eine neue Fabrikumgebung wechselt.
Hondas unmittelbare Planung wird zusätzlich dadurch erschwert, dass noch unklar ist, wer neben Quartararo fahren wird. Alonso hat zwar einen mehrjährigen Werksvertrag mit Honda für seinen Aufstieg in die MotoGP unterschrieben, doch der Bericht besagt, dass er derzeit noch mit LCRs Diogo Moreira um den verbleibenden Werksplatz kämpft. Damit ist die Teamstruktur für 2027 bei Honda noch nicht endgültig geklärt – auch wenn Quartararos Rolle als Aushängeschild des Teams unabhängig davon als gesetzt gilt.
Der größere technische Kontext steht im Zentrum der Bedenken. MotoGP soll 2027 mehrere Änderungen einführen, darunter das Verbot von Ride-Height- und Launch-Control-Geräten, weitere aerodynamische Einschränkungen sowie ein Reifenwechsel von Michelin zu Pirelli. In diesem Umfeld wird erwartet, dass die 850-ccm-Bikes denen ähneln, die bislang in der Zwischenklasse eingesetzt werden. Das bringt eine zusätzliche Unsicherheit für einen Fahrer, dessen Stärken auf der MotoGP-Plattform von Yamaha entwickelt wurden.
Quartararos Karriereweg erklärt, warum die Anpassungsfrage so präsent ist. Er debütierte 2019 in der MotoGP mit Yamahas damaligem Satelliten-Team Petronas SRT, bevor er 2021 ins Werksteam wechselte. Er gewann den MotoGP-Titel in seinem ersten Jahr im Yamaha-Werksaufgebot und verwies Francesco Bagnaia um 26 Punkte. Der Bericht hebt hervor, dass seine frühe Yamaha-Zusammenarbeit wie ein idealer Fit wirkte: sieben Podestplätze und sechs Pole-Positions in seiner Rookie-Saison, und er brauchte nur vier Rennen, um sich die Pole zu sichern. Doch die Leistung von Yamaha fiel später im Vergleich zu Ducati, Aprilia und KTM ab, und der Bericht betont, dass Quartararos Titelkampf 2022 bereits Mitte der Saison zusammenbrach.
Der Wechsel zu Honda wird daher als Versuch dargestellt, sein Vertrauen in die neue 850-ccm-Ära zu setzen und darauf zu hoffen, dass Honda sich besser anpassen kann als Yamaha. Gleichzeitig spielt aber auch die Erinnerung an seine frühere Entwicklungsarbeit eine Rolle in der Diskussion. Der Bericht weist darauf hin, dass sich manche noch daran erinnern, dass Quartararo in seinen Moto2-Tagen kein herausragender Fahrer gewesen sei. Zudem wird erwähnt, dass die 850-ccm-Regeln in der MotoGP voraussichtlich Bikes hervorbringen werden, die denen der Zwischenklasse ähneln. Außerdem wird zurückgerufen, dass Quartararo in Moto2 nur einen seiner 36 Rennen gewinnen konnte und zwei Podestplätze holte; sein bestes Ergebnis in den Gesamtständen 2018 war ein 10. Platz.
Kurz gesagt: Die Bestätigung von Quartararo durch Honda für 2027 ist ein großer Schritt in Richtung eines Werks-Neubaus, doch der Bericht legt nahe, dass die entscheidende Frage für die Zukunft des Franzosen ist, ob der Übergang auf 850 ccm – und die damit verbundenen Regulierungsänderungen – zu seinem Fahrstil passt. Zudem wird die Sorge betont, ob sein Yamaha-Auszug, einschließlich der Aussagen über seine Motivation, auf eine tiefere Herausforderung hindeutet, die Honda unmittelbar managen muss.