PEDRO ACOSTA SAGT, BAGNAIA HAT KEINE AUSREDEN, MARQUEZ BEIM DUCATI-PREMIEREN ZU UNTERLIEGEN
4m ago·

Pedro Acosta hat die Vorstellung zurückgewiesen, dass Francesco Bagnaia’s Probleme gegen Marc Marquez bei Ducati vor allem psychologischer Natur gewesen seien. Der amtierende Ducati-Referenzfahrer habe „keine Ausreden“, wenn er von seinem Teamkollegen geschlagen wird.
Acostas Aussagen fallen in eine Zeit, in der Ducati 2025 auf eine als außergewöhnlich geltende Fahrer-Kombination setzte, nachdem Marquez ins Team gekommen war. Bagnaia war damals die klare Nummer eins in Borgo Panigale: Er hatte zwei MotoGP-Titel gewonnen und in den vorherigen vier Jahren zweimal den zweiten Platz belegt. Doch im vergangenen Jahr wurde der Italiener von Marquez dominiert: Marquez holte den Titel mit fünf ausstehenden Rennen, während Bagnaia eine schwierige Saison auf der GP25 erlebte und mit nur zwei Siegen auf Rang fünf in der Gesamtwertung landete.
Der Kontrast war so deutlich, dass einige Beobachter von mentalem Druck sprachen. Wie berichtet, hatte Valentino Rossi angedeutet, Marquez wirke auf Bagnaia „psychologisch“. Bagnaia selbst wies diese Einschätzung zurück, doch Acosta sagte, die Lage von außen sei weiterhin schwer zu deuten. Im Gypsy Tales Podcast erklärte Acosta: „Schwierig zu sagen, schwierig zu sagen, wenn man nicht in der Box ist.“ Er fügte hinzu, dass man glauben könne, Bagnaia habe sich unter Druck gesetzt gefühlt, weil Marquez „in der Box“ war. Gleichzeitig merkte er an, dass Bagnaia in die Saison gegangen sei, nachdem er die WM im letzten Rennen verloren hatte.
Danach kehrte Acosta zu seiner Kernaussage zurück: „Es ist schwierig zu wissen, was in der Waagschale mehr wiegt. Nicht einfach, nicht einfach, immer die Nummer eins zu sein und dann von deinem Teamkollegen geschlagen zu werden, denn wie ich sage: Es gibt keine Ausreden.“
In der Tabelle konnte Bagnaia Marquez „aus eigener Leistung heraus“ nicht das Wasser reichen. Am Ende lag er hinter Marquez sowie auch hinter Alex Marquez, Marco Bezzecchi und Acosta. Acosta ordnete den Umschwung als plötzlich ein: Ducati habe stark gewirkt, nachdem Bagnaia Jack Miller und Enea Bastianini überzeugend geschlagen hatte, doch „Marquez hat plötzlich die Stimmung bei Ducati verändert“.
Inzwischen liegt Marquez in der Gesamtwertung wieder vor Bagnaia, nachdem er beim Ungarn-GP seinen 100. MotoGP-Sieg gefeiert hat. Bagnaia zeigt jedoch Anzeichen einer Verbesserung: Er wurde in den letzten drei Rennen jeweils Dritter. Dennoch glaubt Carlo Pernat, dass Bagnaia sich bei Ducati nicht mehr „zu Hause“ fühlt. Der Italiener soll 2027 zu Aprilia wechseln – eine Chance, mit der Acostas Aussagen indirekt übereinstimmen: möglicherweise ein Neustart, nachdem er von Marquez in den Schatten gestellt wurde.