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MOTOGP SCHIELT AUF „22 SUPER BOWLS“, WÄHREND MAN EIN WACHSTUMSORIENTIERTES KALENDERKONZEPT BIS 2031 PLANT

2h ago·

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MotoGPs Führung hat eine ambitionierte Vision skizziert, wie der Sport über die Rennstrecke hinaus wachsen kann – und dabei als bekanntes US-Vorbild den Super Bowl herangezogen. Auf derselben Pressekonferenz, auf der die MotoGP Sports Entertainment Group (früher Dorna Sports) eine neue kommerzielle Vereinbarung mit den fünf MotoGP-Herstellern Honda, Yamaha, Ducati, Aprilia und KTM bekanntgab, sagte Serien-Direktor Carlos Ezpeleta, der künftige Kalender solle das Ziel anpeilen, weltweit „22 Super Bowls“ zu erreichen. Er stellte das als langfristige Ausrichtung dar und verwies zugleich auf „Gegenwind“ bzw. „Aufwind“ in der Entwicklung der Events.

Ezpeleta verwies auf jüngste Entwicklungen bei den Zuschauerzahlen: „Wir hatten letztes Jahr einen leicht über zehnprozentigen Anstieg der Zuschauerzahlen und wir sehen auch in diesem Jahr weiterhin Wachstum.“ Für ihn ist das nicht nur für die Zahlen vor Ort entscheidend, sondern auch, weil MotoGP die Rennen dadurch als „Leuchtturm-Events“ aufbauen könne – ein „wirklich zentraler Bestandteil“ dieses Geschäfts.

Wichtig: Das „22 Super Bowls“-Konzept soll nicht die Rennen selbst verändern. Stattdessen gehe es darum, wie das Produkt präsentiert wird – insbesondere durch die Wahl der Austragungsorte und das Gesamterlebnis des Events. Als Beispiel nannte Ezpeleta die geplante Einführung von Rennen im Stadtzentrum: Dazu zählen der Große Preis von Argentinien in Buenos Aires und der Große Preis von Australien in Adelaide, die beide 2027 erstmals im Kalender stehen sollen.

„Wir haben dieses unglaubliche Racing und wir haben in Bezug auf die Anzahl der Bereiche gerade erst die Oberfläche berührt“, sagte Ezpeleta und nannte mehrere Ansatzpunkte, mit denen MotoGP den Wert für Fans und Partner ausbauen will.

Ein erstes großes Thema war Hospitality. Ezpeleta verwies auf eine Partnerschaft mit Quint und deutete an, dass dies helfen werde, die Art zu erweitern, wie Fans und Firmen-Gäste Rennwochenenden erleben.

Auch Merchandising und Fan-Aktivierung wurden hervorgehoben. Ezpeleta sagte, man „kratze an der Oberfläche“, und erklärte, dass es viel Arbeit brauche, um das Merchandising-Angebot aufzuwerten – indem man die Marken der Hersteller, Teams und Fahrer stärker aufbaut. Veränderungen könnten dabei „schon im nächsten Jahr“ sichtbar werden, da MotoGP in diesem Bereich investiert, um das Gesamterlebnis zu verbessern.

Als weiterer Hebel gelten die Destinationen selbst. Ezpeleta sagte, man sei „wirklich gespannt“ auf zwei große Events im kommenden Jahr in Buenos Aires und Adelaide und bezeichnete sie als „Downtown-Events“. Damit verknüpfte er das Ziel, dass sich jedes Rennen wie ein Leuchtturm-Anlass anfühlt.

Neben der geografischen Ausrichtung sagte Ezpeleta, MotoGP werde das Wachstum in wichtigen Märkten für die Hersteller weiterverfolgen – nannte dabei Südostasien sowie die USA. Diese Expansion solle sich sowohl in Aktivitäten vor Ort als auch im kommerziellen Umfeld rund um den Sport widerspiegeln.

Als Chance wurde zudem Sponsoring herausgestellt. Ezpeleta argumentierte, MotoGP sei „pro Fan unter monetarisiert“ – also im Verhältnis zur Fanbasis noch nicht ausreichend wirtschaftlich ausgeschöpft. Auf der Team-Seite verwies er darauf, dass neue Partner „in gewisser Weise mittlerweile monatlich“ hinzukommen, was er mit der Wirkung der Übernahme durch Liberty Media und dem daraus resultierenden Wachstum des Sports in Verbindung brachte.

Zum Abschluss sprach Ezpeleta über Content und Produktion. Er beschrieb Arbeiten über Distribution und Output hinweg und nannte konkret Produktions-Updates, darunter Verbesserungen bei der Audio-Kommunikation – zunächst mit den Teams und anschließend mit den Fahrern. Das solle „das Erlebnis für Menschen zu Hause und für Menschen auf ihren Geräten“ sowie in sozialen Medien und anderen Plattformen „anheben“.

In Summe positioniert Ezpeletas Botschaft von „22 Super Bowls“ die nächste Phase von MotoGP als Vorstoß, jedes Rennwochenende zu einem globalen Event mit größerer kommerzieller Reichweite, verbesserter Hospitality und Merchandising, prominenterer Auswahl bei den Austragungsorten sowie aufgewerteten Medien-Erlebnissen zu machen – bei unverändertem Rennsport-Produkt.

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