RAZGATLIOGLU SAGT, YAMAHA-FORTSCHRITTE BRINGEN IHN IN EINE BESSERE POSITION FÜR BRNO
2d ago·

Pramac-Yamaha-Rookie Toprak Razgatlioglu reist mit einer klaren Botschaft zum diesjährigen Tschechischen Grand Prix nach Brünn: Er glaubt, auf dem richtigen Weg zu sein, und fühlt sich mit der Yamaha inzwischen deutlich wohler, während er seine Anpassung an die MotoGP weiter vorantreibt.
Razgatlioglu kommt nach Brünn, nachdem er in den jüngsten Rennen – wie er selbst sagte – „gute Fortschritte“ gemacht hat. Höhepunkt war sein bislang bestes Saisonresultat in Ungarn, wo er als 11. ins Ziel kam. Das Rennen in Brünn hat für den türkischen Fahrer zudem eine besondere Bedeutung, weil es sein erstes MotoGP-Rennen auf der Strecke sein wird. Zuvor fuhr er dort bereits in der Saison 2018 in der World Superbike.
Mit Blick auf den Czech GP sagte Razgatlioglu, er fühle sich in Brünn „komfortabler“ mit dem Motorrad und beschreibt das Wochenende als weiteren Lernschritt. Zwar habe er Erfahrung mit der Strecke, doch es werde sich dennoch „fast wie eine neue Strecke“ anfühlen, weil er Brünn zum ersten Mal auf einer MotoGP-Maschine befährt. Seiner Ansicht nach vermittelt jeder Kurs etwas anderes darüber, wie man die Yamaha fährt. Besonders im Fokus stehen sollen dabei die Charakteristik von Brünn – vor allem die schnellen Kurven – sowie die Höhenveränderungen, die die Runde prägen.
Für das Wochenende formulierte er ein zielorientiertes Vorgehen: „Das Ziel ist, Training für Training besser zu werden, so viel wie möglich zu lernen und am Sonntag stärker anzukommen als wir es am Freitag sind. Wenn wir das hinbekommen, kommt das Ergebnis ganz von allein.“
Auch Pramac-Teamchef Gino Borsoi unterstrich das Thema kontinuierlicher Fortschritt. Er bezeichnete Brünn als „fantastische Strecke“ und eine der schönsten im Kalender. Das Layout stelle dabei jede Komponente des Pakets auf die Probe und sorge beständig für packendes Racing. Borsoi verwies zudem auf Leistungsfaktoren, die in Brünn entscheidend sind: Die Motorleistung werde auf den längeren Beschleunigungsabschnitten weiterhin wichtig bleiben.
Gleichzeitig betonte er, dass das Team in Brünn aus seiner Sicht in einer stärkeren Position ankommt als zum Saisonstart – dank Fortschritten bei Fahrwerk und Elektronik. Das ermutigendste Zeichen sei dabei nicht ein einzelnes Resultat, sondern ein Trend: In den letzten Rennen habe das Team „konsequent näher an die Punkte“ gearbeitet und den Abstand zu den Fahrern verringert, die um die Plätze in der Top 10 kämpfen.
Für Borsoi wird Brünn als weiterer Maßstab dienen, um zu messen, wie stark sich das Gesamtpaket seit Jahresbeginn verbessert hat. Zwar gebe es noch Arbeit, doch er sagte, die Richtung, die Yamaha eingeschlagen hat, sei die richtige, und das Team sei zuversichtlich, dass es weiter nach vorn gehen kann.