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VOLKSWAGEN WEIST KENNTNIS ÜBER DIE BEHAUPTETE OFFERTE FÜR DUCATI ZURÜCK

4h ago·

Volkswagen hat neue Spekulationen über die Zukunft von Ducati abgekühlt, nachdem ein italienisches Investmentunternehmen behauptet hatte, es habe einen formellen Antrag gestellt, die italienische Motorradmarke von der deutschen Gruppe zu übernehmen.

Die jüngste Welle an Berichten folgte auf monatelange Gerüchte, Ducati könne verkauft werden. Ducati-CEO Claudio Domenicali hatte die Idee zuvor in einem Interview mit MCNews heruntergespielt. Dabei sagte er, es sei „nichts, was völlig ausgeschlossen ist“, fügte aber hinzu: „Derzeit passiert in Borgo Panigale nichts.“

Patritalia S.p.A., ein mit den Behauptungen verbundenes italienisches Unternehmen, erklärte jedoch, es sei „vollständig bereit“, Ducati zu übernehmen. Patritalia-Gründer Massimo Ros sagte gegenüber RideApart: „Ich kann bestätigen, dass die Gerüchte gut begründet sind“, und erklärte, das Unternehmen habe „formell sein Interesse bekundet“ mit dem Ziel, 100% der Ducati Motor Holding S.p.A. zu erwerben.

Ros stellte den Schritt als Teil eines größeren Ziels dar, italienische Unternehmen und Marken „wieder unter italienische Kontrolle“ zu bringen. Er beschrieb seine Mission damit, „unsere italienischen Unternehmen und ikonischen italienischen Marken, die derzeit in ausländischem Besitz sind, zurück nach Hause zu holen und sie unter italienische Kontrolle zu bringen“.

Als Reaktion sagte ein Volkswagen-Sprecher, die Gruppe habe keine Kenntnis von dem angeblichen Vorgehen Patritalias. Laut dem Bericht habe der Sprecher erklärt, Volkswagen „überprüft regelmäßig sein Portfolio an Unternehmen“, fügte jedoch hinzu: „Ich bin mir nicht bewusst, dass dem Konzern ein Angebot unterbreitet wurde. Darüber hinaus kommentieren wir keine Gerüchte oder Marktspekulationen.“

Der Sprecher betonte zudem die aktuelle Stärke Ducati. Das Unternehmen sei „hoch erfolgreich“ und „in einer äußerst starken Position“. Die Marke verfüge über eine „moderne und äußerst wettbewerbsfähige Produktpalette“, liefere „herausragende Ergebnisse“ in Vergleichstests und habe „außergewöhnlich hohe Werte bei Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlung“. Außerdem verwies er auf die „außergewöhnlich treue Community“ rund um Ducati sowie auf den anhaltenden Renn-Erfolg sowohl in der MotoGP als auch in der Superbike-Weltmeisterschaft.

Volkswagens Aussagen wurden im Rahmen der breiteren „Target Picture“-Strategie eingeordnet. Dabei, so der Sprecher, liege der Fokus auf dem Kerngeschäft des Automobilkonzerns; zudem erfolge eine kontinuierliche Bewertung, wie Investitionen den langfristigen Wert einzelner Unternehmen unterstützen können.

Da Domenicalis frühere Aussagen darauf hindeuteten, dass in Borgo Panigale kein aktiver Prozess läuft, lässt Volkswagens Dementi bezüglich einer möglichen Patritalia-Offerte die Übernahmebehauptungen ohne Bestätigung durch den Eigentümer selbst.

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