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MANUEL GONZALEZ SAGT, SEIN BESTES REICHT NICHT AUS, WÄHREND ER AUF EINEN MOTOGP- ODER SBK-WECHSEL WARTET

3h ago·

Moto2-Spitzenreiter Manuel González sagt, dass seine Zukunft weiterhin ungeklärt ist – trotz starker Leistungen, die seiner Ansicht nach für eine MotoGP-Chance reichen müssten. In einem Interview mit SPEEDWEEK sprach der Spanier von einer „Wartephase“, die deutlich länger dauert als erwartet. Gleichzeitig betonte er, er spiele nicht das Opfer und sein Fokus liege schlicht darauf, auf höchstem Niveau zu fahren.

González’ Lage wird durch den sich verändernden MotoGP-Markt für 2027 erschwert. SPEEDWEEK berichtet, dass sich die MotoGP-Optionen für den nächsten Zyklus in den vergangenen Monaten faktisch zerschlagen hätten. Dazu zählt auch ein Weg, der bei Tech3 KTM möglich schien – dort sei Berichten zufolge sein aktueller Intact-Teamkollege Senna Agius bevorzugt worden.

Auch im Superbike-Lager wurde Interesse großer Hersteller thematisiert. Mitte Juli schien ein Wechsel in die Superbike-WM möglich: BMW und Ducati zeigten demnach Interesse. Laut Artikel soll BMW inzwischen aber mit Brad Binder übereinstimmen, während Ducati als wahrscheinlichster Ersatz für Nicolò Bulega Franco Morbidelli ins Auge fasst. González erklärte, dass er zum Zeitpunkt des Interviews von beiden Herstellern noch keine endgültigen Absagen erhalten habe, sein Manager Eddy Rovelli jedoch über den aktuellen Stand informiert sei.

In der Moto2 bleibt González weiterhin im Gespräch mit seinem aktuellen Team, Liqui Moly Dynavolt Intact GP. Das Team habe klar gemacht, dass González die erste Wahl sei, falls kein MotoGP- oder Superbike-Deal zustande kommt. Das Interview unterstreicht zudem seine Dominanz in der Klasse: neun Siege, 23 Podestplätze und neun Pole-Positions – aktuell führt González die Gesamtwertung an.

Auf die Frage, ob er mit Intact GP verlängern würde, sagte González, es gebe Optionen, aber noch keine Entscheidung. Er verwies auf einen scherzhaften Spruch von Teamchef Jürgen Lingg, der ihm „Handschellen“ anlegen würde, um ihn am Weggehen zu hindern. Und er ergänzte: „Wir haben mehrere Möglichkeiten auf dem Tisch, aber es ist noch nicht entschieden.“

Ob MotoGP noch realistisch ist, beantwortete González direkt: „Ja. Es ist noch nicht entschieden. Wir warten immer noch darauf, wie sich die Dinge entwickeln.“ Superbike stellte er ebenfalls als echte Alternative dar – schließlich sei es das Umfeld gewesen, in das er eingestiegen sei, um Weltmeisterschaftsrennen zu bestreiten. „Wenn ich zurückgehen müsste, wäre ich genauso motiviert“, sagte er. Entscheidend sei für ihn vor allem, auf Top-Niveau zu fahren.

González räumte ein, dass sich der Vertragsprozess in die Länge gezogen hat. „Es ist viel länger her, als wir erwartet haben“, sagte er. Gleichzeitig verwies er darauf, dass sowohl Moto2 als auch Superbike „interessante Möglichkeiten“ bieten – deshalb wartet er weiter.

Statt sich in eine Beschwerdehaltung zu begeben, wirke er mit Blick auf die Zukunft eher gelassener. „In letzter Zeit denke ich viel darüber nach“, erklärte er. Seine Motivation sei im Kern im Rennsport verankert: Egal, wo er im nächsten Jahr landet, werde er die gleiche Einstellung beibehalten – versuchen zu gewinnen und zu zeigen, was er kann.

Finanzielle Aspekte spielen zwar eine Rolle, sind kurzfristig aber nicht ausschlaggebend. González sagte, Geld „spielt eine Rolle“, sei aber aktuell nicht sein Priorität. Er beschrieb seine aktuelle Karrierephase so, dass er das beste Umfeld und das beste Motorrad finden müsse, um sich als Fahrer weiterzuentwickeln. Auf die Frage, ob er ein erfolgreiches Projekt auch mit weniger Gehalt bevorzugen würde, antwortete er: „Genau.“

Er bekräftigte, dass MotoGP das Ziel sei, auf das er sein ganzes Leben hingearbeitet habe. Sollte es dennoch nicht klappen, werde er „100 Prozent“ geben – egal ob in Moto2 oder Superbike – und sein Fahrstil würde sich nicht ändern.

Zum Thema eines jüngsten Aprilia-Tests dementierte González direkte Vertragsgespräche. „Wir haben nie direkt über das Unterschreiben eines Vertrags gesprochen“, sagte er. Er deutete an, dass Aprilia möglicherweise Szenarien durchgespielt habe, weil Jorge Martins Situation damals unklar gewesen sei. Zudem habe es auffällig gewirkt, dass ein Moto2-Fahrer, der nicht zu ihren Strukturen gehört, kontaktiert worden sei – was darauf hindeuten könnte, dass man Informationen gesammelt habe, falls man reagieren müsse.

Zum Timing erwartet González eine Entscheidung vor Silverstone (7.–9. August). Es solle „vor Silverstone“ geklärt sein und „spätestens“ bis zu diesem Wochenende. Außerdem beschrieb er, dass sich der Markt langsam in Bewegung setze: Sein Manager habe ihm gesagt, es dauere noch etwas, aber „man sieht, dass sich der Markt langsam bewegt“ und die einzelnen Teile des Puzzles begännen, zusammenzufinden.

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