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AI OGURA EMERGT ALS MARC MARQUEZ’ GRÖSSTE TITELGEFAHR FÜR 2026, SAGT MAT OXLEY

14 Jul·

Mit der Halbzeit der MotoGP-Saison 2026 zieht sich das Titelbild dramatisch enger zusammen, und der Comeback-Impuls von Marc Marquez wird von Ai Ogura auf die Probe gestellt. In der Sommerpause liegt Marquez mit 190 Punkten auf dem dritten Platz und hat sich damit nach einem großen Rückstand zu Saisonbeginn wieder zurückgekämpft. Nach dem Italienischen Grand Prix (Runde sieben) lag er noch 102 Punkte hinter Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi, doch seitdem hat Marquez vier Siege eingefahren – darunter eine Serie, die ihn klar im Titelrennen hält.

Der Kampf um die Spitze ist dabei ungewöhnlich eng: Nur 24 Punkte trennen die Top fünf nach 11 der 22 Rennen. Jorge Martin von Aprilia führt die Fahrerwertung mit 208 Punkten, doch er liegt nur 49 Zähler vor dem Sechsten und 60 Punkte vor dem Siebten – ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Lage drehen kann. Ogura ist derweil als der glaubwürdigste Herausforderer für Marquez’ Konstanz in den Vordergrund gerückt. Mit einer Aprilia RS-GP fährt er für Trackhouse und steht mit 194 Punkten auf dem zweiten Platz.

Bezzecchis Titelambitionen haben Rückschläge erlitten, während Marquez’ einziger nennenswerter Makel seit seiner Rückkehr lediglich ein einzelnes „Blip“ inmitten seiner jüngsten starken Phase ist: Oguras Sieg beim Dutch Grand Prix sticht als der eine Moment heraus, der Marquez’ ansonsten starke Serie unterbrochen hat. Besonders auffällig ist Oguras aktuelle Form: Zweite Plätze beim Tschechischen GP und beim Deutschen GP rahmen seinen ersten MotoGP-Sieg seiner Karriere beim Dutch GP ein.

Mat Oxley, der mit dem Motor Sport Magazine sprach, ist der Ansicht, dass Ogura inzwischen Marquez’ gefährlichster Rivale im Titelkampf ist. Oxley verwies darauf, dass Oguras Fahrstil offenbar zu den Stärken der Aprilia RS-GP passt, und beschrieb ihn als „maßgeschneidert“ für das Motorrad. Außerdem hob er Oguras Fähigkeit hervor, präzise zu bremsen und in die Kurve zu gehen – ein Bereich, der entscheidend sein kann, weil er weniger von reaktiven Fahrerhilfen abhängt.

„Ogura ist mit Sicherheit Marquez’ gefährlichster Rivale“, sagte Oxley. Er erklärte, dass Oguras Ansatz – ein scheinbar müheloser, schwungvoller Stil – zur Charakteristik der Aprilia in Sachen Kurvengeschwindigkeit passt, während er sich von Ducatis eher „stop-and-go“-Natur abhebt. Oxley ergänzte, dass Oguras Kontrolle über die Hinterradbremse besonders stark sei, und dass Bremsen und Einlenken oft die Stellen sind, an denen Fahrer die größten Unterschiede machen können. Seiner Ansicht nach hilft das zu erklären, warum Marquez auf dem Weg in die Kurve attackieren konnte – und warum Oguras ähnliche Stärken ihn ebenfalls zur Bedrohung machen.

Auch Aprilia-Technikdirektor Fabiano Sterlacchini ist von Oguras Bremsen beeindruckt. Er sagte, Ogura nutze – vermutlich aus seiner Moto2-Erfahrung schöpfend – die Hinterradbremse stark und könne sich manchmal sogar noch besser kompensieren als die anderen Aprilia-Piloten.

Während der Kalender in die nächste Phase geht, könnte der Britische Grand Prix in Silverstone ein entscheidender Schritt für Oguras Titelansprüche sein. Nach der dreitägigen Sommerpause erwartet Oxley, dass Oguras Stil und die Eigenschaften der RS-GP gut zu Silverstones schneller, fließender Streckenführung passen. Der Kurs habe Aprilia bereits gelegen: Bezzecchi gewann 2025 den British GP für seinen ersten Sieg mit dem Team aus Noale – allerdings kam dieser Erfolg, nachdem Fabio Quartararo aus einer komfortablen Führung ausschied, weil ein Ride-Height-Gerät versagte.

Wenn Ogura seinen Schwung in einen Sieg in Silverstone umwandeln kann, würde er diesen Vorteil in die nächste Pause im Saisonkalender 2026 mitnehmen. Danach würde der Fokus auf MotorLand Aragon fallen – eine Strecke, die Marquez angeblich „liebt“. Dort würde eine anhaltende Herausforderung durch Ogura noch stärker testen, ob der Ducati-Pilot die Spitze der Tabelle zurückerobern und einen Rivalen abwehren kann, der seine Konstanz mit ihm teilt.

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