APRILIA HAT JORGE MARTINS WECHSEL ZU YAMAHA FÜR 2027 NOCH NICHT ANGEKÜNDIGT
2 Jul·

Aprilia hat auf die bestätigte Entscheidung von Jorge Martin, 2027 zu Yamaha zu wechseln, nur verhalten reagiert. Das wirft Fragen auf, wie gesund die Beziehung zwischen dem Fahrer und dem Noale-Team noch ist. Yamaha hatte bereits diese Woche bekanntgegeben, dass Martin zum Werksprojekt wechselt – gemeinsam mit dem weiteren Aprilia-RS-GP-Piloten Ai Ogura. Laut Todocircuito hat Aprilia Martins Wechsel jedoch bislang nicht über die offiziellen Kanäle anerkannt.
Der Unterschied ist kaum zu übersehen. Als Aprilia vergangene Woche Francesco Bagnaia vorstellte, wurde sein Name nicht einmal in der Mitteilung genannt; das Team bestätigte lediglich, dass er neben Marco Bezzecchi fahren wird. Andere Hersteller markieren Abschiede hingegen öffentlich mit Dank und guten Wünschen. Ducati kündigte den Ausstieg von Bagnaia kurz vor dem Aprilia-Update an und bedankte sich. Yamaha veröffentlichte ebenfalls Abschiedsbotschaften für Fabio Quartararo und Alex Rins, während Trackhouse Ogura die besten Wünsche mitgab. Auch Honda verabschiedete sich herzlich von Joan Mir, der zu Gresini wechselt.
Aprilia’s Schweigen kommt vor dem Hintergrund früherer Spannungen. Martin galt im Winter als möglicher Nachfolger von Fabio Quartararo, und seine Zukunftspläne waren ohnehin bereits Thema. Die Beziehung wurde zusätzlich belastet, als Martin versuchte, seinen Vertrag zu brechen und zu Honda zu wechseln – ein Schritt, den Aprilia zunächst nicht akzeptieren wollte, bevor er letztlich doch blieb. Nun, da Martin wieder voll fit ist und nach zehn Rennen die Weltmeisterschaft anführt – ein Sieg und fünf Podestplätze – betont das Team, dass er im Titelkampf die gleiche Behandlung wie Bezzecchi erhalten werde.
Trotzdem haben die jüngsten Ereignisse die Stimmung weiterhin unangenehm gemacht. Martin drückte Aprilia-Teammanager Paolo Bonora nach einem Rennen ab, das durch eine Kollision mit Raul Fernandez von Trackhouse im Catalan GP endete. In Ungarn sorgte ein weiterer Startvorfall, an dem Fernandez und Bezzecchi beteiligt waren, erneut für Kritik: Massimo Rivola sagte, das sei nicht die Art von Fehler, die ein Weltmeister machen sollte.