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ARAGON BLEIBT 2027 IM KALENDER, AB 2028 OFFIZIELLER ERSATZSTANDORT

1h ago·

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Aragon bleibt auch im kommenden Jahr im MotoGP-Kalender: Der Grand Prix wird 2027 weiter ausgetragen, während die Meisterschaft auf die neuen 850-ccm-Pirelli-Maschinen umstellt. Die heute in Saragossa bekannt gegebene Vereinbarung definiert zudem Aragons längerfristige Rolle: Von 2028 bis 2031 soll der MotorLand Aragon in den Status eines „offiziellen Ersatzcircuit“ wechseln.

Bei der Vorstellung der Pläne zeigte sich Aragon-Regionalpräsident Jorge Azcon erfreut, dass das Rennen 2027 zurückkehrt. Er sagte: „Motorräder werden 2027 erneut um die Strecke von Alcañiz donnern.“ Anschließend bestätigte er das künftige Konzept für den Veranstaltungsort: „MotorLand wird auch zwischen 2028 und 2031 weiterhin mit MotoGP verbunden sein – als Ersatz-Location.“

MotoGPs kommerzielle und sportliche Führung ordnete die Vertragsverlängerung ebenfalls als Zeichen für den Wert Aragon für die Meisterschaft ein. Carmelo Ezpeleta erklärte, MotorLand Aragon sei „seit fast zwei Jahrzehnten ein wichtiger Partner für MotoGP“ und betonte dessen Rolle dabei, MotoGP fest in Spanien zu verankern. Die Verlängerung für 2027 spiegele „die Stärke dieser Partnerschaft und den Wert des Events für die Region“ wider. Ezpeleta sagte außerdem: „Wir freuen uns sehr, weiterhin gemeinsam zu arbeiten und Aragón in den kommenden Jahren als Teil der MotoGP-Familie – im Status eines Ersatzcircuit – zu behalten.“

Der Deal kommt zustande, während der größere MotoGP-Kalender für die neue Ära noch geformt wird. Der vollständige Terminplan soll nach der Sommerpause veröffentlicht werden. Für Aragon gibt es dabei keinen garantierten festen Platz im Hauptkalender. Diese Entscheidung hängt mit den globalen Expansionsplänen von MotoGP zusammen und damit, dass man mittelfristig den Zugang zu neuen Märkten und Event-Möglichkeiten nicht blockieren möchte.

Die Erneuerung unterstreicht zudem die wirtschaftliche Bedeutung des Rennwochenendes: Der Grand Prix habe zuletzt rund 110.000 Fans in die Strecke gezogen, das Investment für das Event wird mit 12 Millionen Euro beziffert. MotorLand Aragon erzeugt jedes Jahr direkte und indirekte wirtschaftliche Effekte von nahezu 50 Millionen Euro, wobei fast die Hälfte davon direkt mit dem MotoGP-Grand-Prix zusammenhängt.

Zeitlich fällt die Einigung in eine Phase laufender Diskussionen darüber, wie potenzielle neue Rennen in den MotoGP-Kalender passen sollen. Da Teams Berichten zufolge ungern über die aktuelle Struktur mit 22 Rennen hinausgehen wollen, wird vorgeschlagen, Spaniens vier Events zu reduzieren, um Platz zu schaffen. Argentinien soll derweil nächste Saison voraussichtlich zurückkehren – über ein aufgewertetes Autódromo Oscar y Juan Gálve in Buenos Aires. Das einjährige Aragon-Commitment könnte jedoch auf eine mögliche Verzögerung hindeuten.

Aragon war erstmals 2010 Gastgeber von MotoGP. Die weiteren spanischen Austragungsorte sind Jerez, Barcelona und Valencia. Ein Rotationssystem, falls neue Strecken hinzukommen, wurde zuvor bereits diskutiert.

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