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BAGNAIA, ROSSI, AGOSTINI UND BIAGGI ALS BOTSCHAFTER DER SPORTDIPLOMATIE IN ROM GEWÜRDIGT

14 Jul·

Nachdem der Große Preis von Deutschland auf dem Sachsenring den letzten MotoGP-Stopp vor der Sommerpause markiert hatte, nutzten mehrere der wichtigsten Motorrad-Persönlichkeiten Italiens in den darauffolgenden Tagen eine andere Art von Bühne. Nach dem Sachsenring-Wochenende gingen die Fahrer zwar in ihre wohlverdiente Pause, doch Pecco Bagnaia hatte am Dienstag in Rom noch einen wichtigen Termin.

Bagnaia, der während der rund vierwöchigen Unterbrechung vor dem Großen Preis von Großbritannien Anfang August so viel Zeit wie möglich mit seinem Sohn Oliviero und seiner Frau Domizia verbringen wollte, gehörte zu den Ausgezeichneten im Rahmen einer Initiative der italienischen Regierung. Am 14. Juli hatte das italienische Außenministerium Stars aus der gesamten Motorradwelt in die Hauptstadt eingeladen: „Moto d’Italia – Culture Beyond the Track“. Bei der Veranstaltung wurde Bagnaia gemeinsam mit Marco Bezzecchi, Valentino Rossi, Giacomo Agostini und Max Biaggi zu einem der Botschafter der Kategorie „Sport Diplomacy“ ernannt.

Bei der Ansprache erklärte Bagnaia, Sport sei eine Brücke zwischen Menschen und Kulturen: „Sport ist eine universelle Sprache, die Menschen und Kulturen durch Werte wie Respekt, Leidenschaft und Einsatz verbinden kann – und genau das möchte ich jeden Tag vermitteln.“ Außerdem sagte er, der Termin von Außenminister Antonio Tajani erfülle ihn mit Stolz: „Diese Auszeichnung als Botschafter der Sportdiplomatie durch den Außenminister, Herrn Antonio Tajani, erfüllt mich mit großer Ehre.“

Rossi und Agostini gehörten zu den anerkannten Ikonen, während Rossi und Bezzecchi nicht persönlich vor Ort waren. Beide nahmen per Videokonferenz teil: Bezzecchi befindet sich derzeit in der Genesung von einem gebrochenen Schlüsselbein. Die Zeremonie brachte nicht nur Fahrer zusammen, sondern auch führende Persönlichkeiten aus dem Sport und der Industrie – darunter Aprilia-Rennchef Massimo Rivola, Ducati-CEO Claudio Domenicali, Ducati-Sportdirektor Mauro Grassilli, FMI-Präsident Giovanni Copioli und MotoGP-CEO Carmelo Ezpeleta.

Ducati-CEO Claudio Domenicali nutzte den Anlass, um die 100-jährige Unternehmensgeschichte zu betonen. Er beschrieb den Besuch im Außenministerium als Gelegenheit, das Ducati-Jubiläum in einem Umfeld zu feiern, das zeigt, wie der Motorradsport Italiens Image weltweit fördern kann – auf der Strecke und darüber hinaus. Domenicali sagte, Ducati sei „tief verwurzelt“, könne aber zugleich auf höchstem Niveau innovieren. Er fügte hinzu, dass die globale Reichweite der Marke sich auch in den Finanzen widerspiegele: „Mehr als 80 Prozent“ des Umsatzes würden im Ausland erwirtschaftet. Zudem lobte er Bagnaia direkt: „Auf diesem Weg war Pecco einer unserer außergewöhnlichsten Vertreter: Mit seinem Talent, seiner Professionalität und seiner Fähigkeit, jede Herausforderung mit Einsatz und Respekt anzugehen, verkörpert er die Werte, für die Ducati und der Motorsport unseres Landes stehen, perfekt.“

Die Veranstaltung ging auch über MotoGP und das Road-Racing-Paddock hinaus. Auch der Offroad-Bereich war vertreten: Kiara Fontanesi – als die erfolgreichste Frau im Motocross beschrieben – erhielt ebenfalls eine Auszeichnung.

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