BASTIANINI SAGT, KTM’S DEUTSCHLAND-PROBLEM WAR UNTERSTEUER, NICHT INSTABILITÄT
6d ago·

Enea Bastianini glaubt, dass die üblichen Stabilitätsprobleme von KTM nicht der Hauptgrund für die Schwierigkeiten der RC16 beim deutschen MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring waren. Nach dem Rennen erklärte der Red Bull KTM Tech3-Pilot, dass zwar Instabilität auf der Strecke zu spüren gewesen sei, das größere Problem aber darin gelegen habe, wie das Motorrad in den entscheidenden Kurven des Kurses durch die Richtungswechsel geht.
In Deutschland wurde Bastianini Neunter, und er stellte klar, dass ihm auf dem Sachsenring im MotoGP bisher noch kein Podestplatz gelungen ist. Außerdem verwies er darauf, wie sich die KTM verhält, wenn die Fahrer im späten Verlauf eines Stints zu einem Richtungswechsel gezwungen sind. „Es gab Instabilität auf der Strecke“, sagte Bastianini. „Aber das ist nicht das Problem. Das Problem war das Untersteuern.“
Laut dem Italiener zeigte sich das Untersteuern vor allem in der Mitte der Rundenabfolge, also dort, wo die Fahrer das Vorderrad belasten müssen, um das Motorrad einzudrehen. „Wenn du in die Kurven fünf, sechs, sieben musst und du immer so bist [hängend am Bike],“ erklärte er. „Du willst einlenken, aber das Vorderrad will nicht.“ Die Folge sei ein Verlust an Vertrauen und Tempo gewesen – besonders über die Zeit: „Das ist ein Problem, weil du mit dem Hinterrad nicht ausdrehen kannst. Wenn du versuchst, das zu machen, kannst du nach fünf Runden gar nicht mehr richtig fahren.“
Bastianini beschrieb zudem, dass das Einlenkdefizit die KTM körperlich sehr anstrengend macht. Auf die Frage, ob das Untersteuern mit den Problemen von Maverick Viñales mit der RC16 zusammenhängt – unter Berücksichtigung der Schulterprobleme des Spaniers – sagte Bastianini, dass der Charakter des Motorrads tatsächlich hart sei. „Ja, unser Bike ist sehr hart“, sagte er. „Das ist ein Thema. Ich arbeite viel im Winter, und auch jetzt im Sommer, damit wir bei jedem Mal mit unserem Bike bereit sind.“
Er betonte außerdem, dass das Problem auch andere KTM-Fahrer betrifft: „Wir haben auch bei Brad [Binder] und Pedro [Acosta] einige Probleme mit den Armen gesehen.“
Trotz des fehlenden Stabilitätsniveaus von KTM sagte Bastianini, dass es aktuell nicht seine persönliche Grenze sei. „Ich bin im Moment okay. Aber, nun ja, wir wissen, dass wir nicht viel Stabilität haben. Das für alle Rennen zu managen, ist nicht einfach. Aber von meiner Seite her bin ich okay. Das ist nicht meine Grenze.“
Im selben Rennen war Pedro Acosta der führende KTM-Fahrer auf Platz vier, doch Bastianini berichtete, dass Acosta gegen Ende des Rennens im Vergleich zu den Fahrern um ihn herum Tempo einbüßte.