BEZZECCHI SAGT, ER SEI NOCH NICHT VOLL GENESEN VOR DEM GP IN DEUTSCHLAND
7 Jul·

Marco Bezzecchi sagt, er arbeite weiterhin daran, wieder vollständig fit zu werden, während sich das MotoGP-Fahrerlager auf den Großen Preis von Deutschland am Sachsenring konzentriert. Der Aprilia-Racing-Pilot will eine schwierige Phase mit Ergebnissen beenden: Ein schneller Sturz in Assen vor zwei Wochen hatte ihn körperlich aus der Bahn geworfen und Zeit zur Erholung erfordert.
Der Sturz ereignete sich für Bezzecchi in der zweiten Runde des niederländischen Rennens. Berichte rund um den Weg nach Deutschland deuten zudem auf eine Serie von Rückschlägen hin – vor und um Assen herum: Er blieb im Sprint von Brno ohne Punkte, wurde für das Rennen gesperrt und geriet anschließend in eine Kollision in Kurve 1, an der auch Aprilia-Teamkollege Jorge Martin beteiligt war. Trotz der Unterbrechung wurde Bezzecchi nach dem Sturz in Assen ins Krankenhaus gebracht, wobei keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt wurden. Dennoch gab er zu, dass sein Zustand noch nicht dem entspricht, was er sich wünscht.
„Ich bin froh und freue mich darauf, wieder aufs Motorrad zu kommen“, sagte Bezzecchi. „Ich hoffe natürlich, in den nächsten Tagen noch ein bisschen mehr in Bezug auf die körperliche Verfassung zu verbessern, aber meine Erholung verläuft bisher gut.“ Außerdem betonte er, dass der Kontakt zum Team nach Assen Priorität habe: „Ich kann es kaum erwarten, mein Team wieder in die Arme zu schließen, denn nach Assen müssen wir uns wieder sehen und gemeinsam nach vorne schauen.“
Das deutsche Rennen kommt auch mit dem Ziel, einen Punkte-Rückgang zu stoppen. In den letzten drei Runden holte Bezzecchi 13 Punkte aus möglichen 111 – damit liegt er sieben Punkte hinter Martin in der Gesamtwertung.
In der Aprilia-Garage geht Martin mit einer stärkeren emotionalen und sportlichen Ausgangslage in den Sachsenring: Nach dem dritten Platz in Assen. Er räumte ein, dass er zwar in einem guten Moment ist, aber noch Arbeit nötig ist, um das Motorrad so gut zu verstehen, dass er seinen Fahrstil vollständig umsetzen kann.
„Wir gehen in dieses GP in einer guten Phase, und ich mag den Sachsenring wirklich“, sagte Martin. „Wir haben noch Spielraum nach oben, aber ich bin überzeugt, dass wir bald bei 100% ankommen werden – dank der harten Arbeit von Aprilia und dem Team in der Garage.“ Er stellte das Wochenende in den Kontext, Schwung in die zweite Saisonhälfte mitzunehmen: „Das Hauptziel ist, mit positiven Gefühlen und der Gewissheit in die zweite Hälfte der Saison zu gehen, dass wir bis zum Ende 100% gegeben haben.“
Martin hat in Deutschland bereits Erfolge vorzuweisen: 2023 gewann er dort mit Pramac Ducati, außerdem holte er 2024 den Sprint-Sieg. Bezzecchi hingegen stand im letzten Jahr im Sachsenring-Sprint auf dem Podium, hat das aber bislang noch nicht in einen Podestplatz am Sonntag in Deutschland umwandeln können.