BOR SOI CALLS YAMAHA’S 1,2-SEKUNDEN-RÜCKSTAND EIN POSITIVES ZEICHEN, WÄHREND DAS NEUE V4-M1-LERNEN WEITERGEHT
7 Jul·

Yamahas MotoGP-Saison 2026 steckt noch mitten in einem Wiederaufbau, doch Pramac-Teamchef Gino Borsoi glaubt, dass die Lücke zur Spitze bereits ermutigende Anzeichen zeigt. Nachdem der japanische Hersteller in diesem Jahr von seinem langjährigen Inline-Four-Konzept auf eine neue V4 gewechselt ist, ist der Start für Yamaha schwierig: In den ersten 10 Rennen gab es keine Podestplätze, und in der Konstrukteurswertung liegt Yamaha mit 42 Punkten Rückstand auf Honda auf Rang fünf.
Borsoi verwies beim Dutch Grand Prix auf das Leistungsbild als Beleg dafür, dass die neue Ausrichtung langsam Sinn ergibt. Er betonte, dass Yamaha nur 0,7 Sekunden vom schnellsten Rennrundenrekord entfernt war und Fabio Quartararo im Qualifying nahe dran war: Am Ende fehlten ihm 0,504 Sekunden auf die Pole. „Ein Rückstand von einer Sekunde oder 1,2 Sekunden ist für Yamaha bereits ein unglaubliches Ergebnis“, sagte Borsoi. Er beschrieb die aktuelle Phase als „völlig neue Ära“, die einen kompletten Neustart erfordert, wie das Team die Entwicklung angeht. Außerdem fügte er hinzu: „Meiner Meinung nach sind wir nach dem letzten Jahr besser, als ich erwartet habe.“
Borsoi ging auch auf die Hauptbegrenzung ein, die die M1 weiterhin am stärksten beeinflusst. „Wir leiden sehr [unter fehlender Power]“, sagte er, argumentierte aber, dass ein Abstand von rund 1,2 Sekunden zur Spitze darauf hindeutet, dass andere Bereiche gut funktionieren. „Wenn man mit der Yamaha nur etwa 1,2 Sekunden von der Spitze weg ist, heißt das, dass Aerodynamik, Elektronik und Fahrwerk im Moment ziemlich gut arbeiten.“
Dieses Thema wurde auch von Jack Miller in Assen aufgegriffen. Dort sagte er, dass die Front des Bikes weiterhin stark sei, auch wenn die Fahrer extrem hart arbeiten müssten, um den Motor-Shortfall auszugleichen. Alex Rins wiederum erklärte, dass Yamaha später in der Saison weitere Änderungen an seinem aktuellen 1000-ccm-Motor vorbereitet. Unklar blieb jedoch, welche Fahrer davon profitieren würden, da ein großer Teil des Fahrerfelds am Ende des Jahres voraussichtlich gewechselt wird.
Borsoi bestätigte, dass Yamahas Entwicklungsplan trotz der Sport-Umstellung auf 850-ccm-Regeln weiterhin bedeutende Fortschritte beim Motor beinhalten könnte. „Laut unserem Plan könnten wir bis zum Ende der Saison noch ein oder vielleicht sogar zwei weitere Updates bekommen“, sagte er. Die nächsten Schritte ordnete er als Teil des zweiten Halbzeit-Push ein, den Yamaha nach der frühen Lernphase erwartet.