BORsoi Sagt, RAZGATLIOGLU IST NACH YAMAHA-TEST 2027 WIEDER IN SEINER WOHLFÜHLZONE
2 Jul·

Pramac-Teamchef Gino Borsoi sagt, dass Toprak Razgatlioglus jüngster Test von Yamahas MotoGP-Prototyp für 2027 in Brünn den türkischen Fahrer „zurück in die Welt gebracht hat, die er kennt“. Razgatlioglu fuhr die Maschine gemeinsam mit Augusto Fernandez bei einem nicht öffentlich zugänglichen Pirelli-Test nach dem Tschechischen Grand Prix, an dem mehrere Hersteller teilnahmen, um sich auf die Regeländerungen im kommenden Jahr vorzubereiten.
Borsois Optimismus basiert sowohl auf dem frühen Leistungsbild als auch vor allem auf Razgatlioglus Gefühl für das Motorrad. Die geleakten Rundenzeiten des Tests brachten Razgatlioglu auf den vierten Platz der schnellsten Fahrer, und Borsoi sagte gegenüber Motosprint, dass die zweite Generation der V4 „einen Schritt nach vorn“ darstelle. Zudem hob er hervor, dass das Feedback zur Balance positiv gewesen sei, obwohl das Projekt sich noch in einem frühen Stadium befinde.
„Der Test in Brünn war positiv, auch wenn das Motorrad noch im Anfangsstadium ist und in der Entwicklung noch Arbeit zu leisten ist“, sagte Borsoi. Er ergänzte, dass die Kombination aus neuem Motor und Pirelli-Reifen dabei geholfen habe, den Rückstand zu den Rivalen zu verkürzen und Razgatlioglu näher an seinen bevorzugten Fahrstil heranzubringen: „Dieses Bike, mit neuem Motor und Pirelli-Reifen, ist näher an die anderen herangerückt, und dank der Pirellis hat Toprak sich wieder näher an seinen Fahrstil und an die Welt gebracht, die er kennt.“
Borsoi verwies außerdem auf den 850-ccm-Motor als vielversprechende Richtung, betonte jedoch, dass die Leistung noch verbessert werden müsse: „Der 850er-Motor scheint ein Schritt nach vorn zu sein, aber wir müssen an der Performance arbeiten. Die Gesamtbalance des Bikes ist besser und es läuft auch besser, also sind wir mit einem guten Start unterwegs.“
Razgatlioglus Saison 2026 ist bislang schwierig verlaufen, doch das Team setzt auf den Wechsel zu vertrauteren Pirelli-Reifen. Fernandez bestätigte, dass Razgatlioglu sich auf dem italienischen Gummi deutlich wohler fühlte – Reifen, die er zuvor in seinen dominanten World-Superbike-Zeiten bereits genutzt hatte. Borsoi schloss: Auch wenn es noch zu früh für klare Schlussfolgerungen sei, deute die kleine bisherige Stichprobe darauf hin, dass Yamaha gegenüber den europäischen Rivalen Fortschritte gemacht habe – und die neuen Regeln als Chance für eine Wende gesehen werden.