BULEGA GEWINNT DAS DUCATI RACE OF CHAMPIONS IN MISANO VOR SURRE, MARQUEZ WIRD ZWÖLFTER
5 Jul·
Ducati feierte sein 100-jähriges Bestehen beim World Ducati Weekend in Misano mit dem Hauptevent „Race of Champions“. Dabei kamen Ducati-Piloten aus der MotoGP, der Superbike-WM und nationalen Serien zusammen. Das Format sah vor, dass alle Teilnehmer die Ducati V4S Superbike fuhren – mit dem Fokus darauf, wer sich am schnellsten über die unterschiedlichen Disziplinen hinweg anpassen kann.
Der Start war für 12:15 angesetzt, die Berichterstattung begann um 12:00. Die entscheidende Vorgeschichte lieferte das Qualifying am Samstag: Superbike-Pilot Nicolo Bulega holte die Pole-Position. Seine Zeit von 1:34.386 bedeutete den ersten Platz vor Luca Baldassarri (1:34.454) und Francesco „Pecco“ Bagnaia, der mit 1:34.614 Dritter wurde.
Bulegas Pole machte zudem den Abstand zwischen dem Superbike-Spezialisten und mehreren Ducati-MotoGP-Vertretern deutlich. Franco Morbidelli und Fabio Di Giannantonio – beide VR46 Ducati-Piloten – qualifizierten jeweils auf Rang sechs und sieben, während Marc Marquez, der Ducati-Werksfahrer in der MotoGP, nur 12. wurde (1:36.625). Damit stellte sich vor dem Rennen die direkte Frage: Können die MotoGP-Stars das Tempo zum Superbike-Frontmann aufschließen, oder würde Bulegas Vorteil bis ins Ziel reichen?
Nicht alle Ducati-Stammfahrer waren dabei. Die beiden verletzten Gresini-Ducati-Piloten Fermin Aldeguer und Alex Marquez nahmen nicht am Event teil. Speedweek berichtete außerdem, dass Superbike-Fahrer Iker Lecuona fehlte, weil er kürzlich Vater geworden war.
Hinter der Spitze gehörten mehrere Ducati-Namen zu den Top Ten: T. Bridewell wurde Vierter (1:34.862), gefolgt von Andrea Surra auf Platz fünf (1:35.230). Morbidelli (1:35.281) und Di Giannantonio (1:35.437) komplettierten als VR46-Duo die Reihenfolge in der Mitte des Feldes, Michael Pirro qualifizierte sich als Neunter (1:36.081). Die restlichen Positionen umfassten unter anderem Haslam? (keine Angabe) sowie Alvaro Bautista auf Rang 11 (1:36.606) und Marquez auf Rang 12.
Speedweek lieferte weitere Details zu Technik und Bedingungen: Alle Ducati-Stars nutzten identische V4S-Superbikes mit Pirelli-Reifen und Brembo-Bremsen. Die V4S ist die Serienversion der Superbikes, jedoch mit 1100 cm³ statt 1000 cm³. Während MotoGP-Fahrer diese Maschinen bereits aus dem Training kennen, wurden die Rennreifen als serienmäßige Pirelli-Slicks beschrieben – für die MotoGP-Gruppe neu, da sie normalerweise auf Michelin fahren.
Mit gesetztem Grid und dem Pole-Setter an der Spitze versprach das „Race of Champions“ in Misano ein seltenes Ducati-gegen-Ducati-Duell – entschieden nicht durch MotoGP-Maschinen, sondern durch die Geschwindigkeit, mit der jeder Fahrer die V4S im gemischten Fahrerfeld beherrschen konnte.
Am Renntag beschrieb Speedweek ein helles, dicht besetztes Starterfeld bei rund 29 °C Lufttemperatur zur Mittagszeit. Bulega startete stark und setzte sich über mehr als zehn Runden ab, verteidigte seinen Vorsprung „souverän“ (sicher). Bagnaia und Marquez rutschten früh zurück: Marquez fiel auf Platz 13, Bagnaia auf Rang 5.
Speedweek berichtete zudem, dass Michele Pirro – an seinem 40. Geburtstag – zunächst hart attackierte, dann aber früh aufgeben musste. Berichten zufolge hatte er am Freitag trotz gebrochenem Schlüsselbein mit dem Training begonnen, war dann zurückgefallen und nach vier Runden schließlich gestoppt. Auch Alvaro Bautista ging an die Box.
Das VR46-Duo aus Di Giannantonio und Morbidelli lieferte sich über weite Strecken ein enges Duell, wobei Morbidelli am Ende die Oberhand behielt. Zur Halbzeit hatte Bulega mehr als eine Sekunde Vorsprung auf Alberto Surra, der sich vom Startplatz fünf nach vorne gearbeitet hatte.
Drei Runden vor Schluss startete Marc Marquez einen Angriff auf Tarran Mackenzie. Kurzzeitig ging er in Führung, doch Mackenzie verteidigte und holte sich die Position zurück. In den Schlussphasen blieb der Kampf um den zweiten Platz zwischen Surra und Baldassarri eng, doch Surra hielt durch und holte sich den zweiten Platz hinter dem Sieger.
Damit ging das „Race of Champions“ klar an die Superbike-Gruppe. Speedweek meldete, dass der schnellste MotoGP-Fahrer Bagnaia auf Rang fünf war, während die Plätze sieben und acht an VR46 gingen – Morbidelli vor Di Giannantonio. Marquez wurde Zwölfter, nachdem er von Mackenzie geschlagen wurde. Speedweeks abschließende Notiz: Das Geburtstagsrennen endete ohne Zwischenfälle.