BRAD BINDER KÖNNTE TOPRAK RAZGATLIOGLUS HILFE BRAUCHEN, WÄHREND SICH DIE ZUKUNFT VON BMW IM WORLD SUPERBIKE VERÄNDERT
3 Jul·

Die Zukunft von Brad Binder in der MotoGP gilt zunehmend als ungewiss. Der KTM-Pilot wird allgemein damit in Verbindung gebracht, dass sein Vertrag nach der Saison 2026 ausläuft – und im aktuellen Fahrerfeld ist keine klare Alternative erkennbar. Selbst ein Wechsel nach unten zum Satellitenteam Tech3 wird als unwahrscheinlich beschrieben, da KTM die längerfristigen Pläne bereits um eine Werksaufstellung für 2027 herum ausformt: Diese soll voraussichtlich Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio umfassen, während Pedro Acosta zu Ducati wechseln soll. In demselben Bericht werden zudem Luca Marini und Senna Agius als Top-Kandidaten für Tech3 im Jahr 2027 genannt.
Da sich die MotoGP-Pfade damit verengen, rückt die World Superbike als mögliche Landestelle für Binder in den Fokus – insbesondere dann, wenn BMWs WSBK-Pläne neue Möglichkeiten eröffnen. Der entscheidende Entwicklungspunkt: BMW habe laut „Quellen“, die von GPOne zitiert werden, die Option nicht gezogen, Danilo Petrucci für 2027 zu behalten. BMW hatte bis zum 30. Juni Zeit, die Klausel für eine zweite Vertragsperiode zu ziehen. Verletzungen und mangelnde Form hätten dem Bericht zufolge jedoch dazu geführt, dass das Team mehr Zeit haben wollte, bevor es entscheidet, ob es Petrucci behält.
Petrucci war in dieser Saison zu BMW gekommen, gemeinsam mit Miguel Oliveira, nachdem der deutsche Hersteller auf eine komplett neue Aufstellung umgestellt hat. Auch Olivieras Lage könnte sich schnell ändern: Der Bericht hält fest, dass er darauf abzielt, Nicolo Bulega bei Ducati zu ersetzen – damit wäre seine Zukunft bei BMW möglicherweise nicht über das laufende Jahr hinaus gesichert.
Selbst falls BMWs Kader für 2027 flexibler wird, deutet der Bericht darauf hin, dass es womöglich nur einen einzigen Platz gibt. BMW soll versuchen, den Moto2-Standout Manuel Gonzalez für den Schritt in die WSBK zu gewinnen – was die Chancen für jeden neu hinzukommenden Fahrer begrenzen könnte.
Vor diesem Hintergrund argumentiert der Artikel, Binder solle sich an Toprak Razgatlioglu wenden, um Unterstützung für den Übergang zu bekommen. Die Begründung ist zweigeteilt: Erstens hat Razgatlioglu mit BMW in der WSBK bereits Erfolg gehabt und 2024 sowie 2025 jeweils hintereinander Titel gewonnen. Zweitens hebt der Bericht eine gemeinsame Fahridentität hervor: Beide gelten als Fahrer mit aggressiven Bremsstilen – Binder wird in der MotoGP im Vergleich zu Razgatlioglus Ansatz in der WSBK gegenübergestellt.
Der Bericht untermauert Razgatlioglus Dominanz mit konkreten Zahlen: Er gewann 2024 18 von 30 Rennen und 2025 21 von 36. Der Artikel legt nahe, dass Binder, falls er eine BMW-Möglichkeit sichern kann, in der Lage sein könnte, ähnlich hohe Erfolgsniveaus anzustreben.
Über BMW hinaus erwähnt der Bericht außerdem, dass Binders Agent Berichten zufolge Kontakt mit dem Ducati-World-Superbike-Team aufgenommen hat, um die Option zu besprechen, ihn als Ersatz für Nicolo Bulega einzusetzen. Zudem heißt es, dass Jeremy Debize sogar mit unabhängigen WSBK-Teams in Verbindung stand – ein Hinweis darauf, dass Binders Umfeld bereits mehrere Wege prüft, während sich die MotoGP-Optionen verengen.