BRAD BINDER WECHSELT 2027 VON KTM IN DIE WORLD SUPERBIKES: BMW-SITZ GILT ALS BESCHLOSSEN
45m ago·

Der Weg von Brad Binder Richtung 2027 führt zunehmend in Richtung World Superbike: Der südafrikanische Fahrer blickt nach dem Ende seines aktuellen Vertrags effektiv über MotoGP und KTM hinaus. Das Berichten zufolge anstehende MotoGP-„Bild“ für 2027 lässt ihm nur wenige Optionen: Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio sollen ins KTM-Werksteam wechseln, Luca Marini wird voraussichtlich zu Tech3 mit Senna Agius gehen. Damit scheinen die Sitze vergeben, heißt es, Binder habe für seine Karriere „nur eine echte Alternative“ – der Wechsel zu WSBK.
Binder hat bereits Interesse an einem Umstieg für 2027 signalisiert. Als seine „beste“ Chance auf einen Platz gilt laut den Quellen ein Engagement bei BMW. Ausschlaggebend dafür sei die starke Form der BMW-Mannschaft im Jahr 2026: Nicolo Bulega hat bisher bis auf einen Rennen alle gewonnen. Gleichzeitig wird berichtet, dass Bulega nächstes Jahr zu MotoGP zu VR46 wechselt, was Platz im Aruba-WSBK-Programm öffnen könnte. Allerdings wird die Situation durch Team-Präferenzen verkompliziert: Bulega soll sich wünschen, dass ein Italiener ihn ersetzt – dadurch wäre der vakante Platz „fast schon dazu bestimmt“, an Franco Morbidelli zu gehen.
Da diese potenzielle Ducati-Verbindung nicht als geradlinig gilt, rückt erneut BMW in den Fokus. Speedweek wird mit der Aussage zitiert, dass Bind er „die besten Aussichten“ bei BMW habe, wobei das Team stark mit ihm für 2027 in Verbindung gebracht wird. Als Grund für die mögliche Aktivität des BMW-Marktes werden zudem Unsicherheiten um die Zukunft von Danilo Petrucci und Miguel Oliveira genannt. Außerdem wird Binders Vorteil durch seinen KTM-Crewchef Phil Marron betont: Marron hatte Toprak Razgatlioglu 2025 zum WSBK-Titel mit BMW geführt.
Eine neue Meldung legt nun nahe, dass Binders Wechsel nicht mehr nur eine starke Möglichkeit ist. MotoGP News berichtet, Binder habe eine Vereinbarung getroffen, 2027 in die World Superbike Championship zu wechseln – nachdem KTM ihm keinen neuen Vertrag angeboten habe, um bei der österreichischen Marke bis in die 850-cc-Regelwerksära zu bleiben. KTM setzt stattdessen auf eine komplett neue Fahreraufstellung mit Fabio Di Giannantonio und Alex Marquez, nachdem Pedro Acosta entschieden hat, zu Ducati zu wechseln. Laut derselben Berichterstattung betrachten die Verantwortlichen in der WSBK die Umstellung von Binder zu BMW bereits als „durch“, BMWs offizielles Statement sei nur noch der fehlende Schritt.
Auch der Teamkollege bei BMW soll bereits feststehen: Miguel Oliveira wird für einen neuen Vertrag bis 2027 und 2028 gehalten. Die neue Quelle erklärt, dass Olivieras Zukunft zunächst unklar gewesen sei, weil er einen Wechsel zu Ducati absichern wollte. Gespräche mit dem in Bologna ansässigen Team über eine mögliche Nachfolge für Bulega „seien jedoch gescheitert“. Oliveira, der 2021 und 2022 Binders Teamkollege im KTM-Werksteam in der MotoGP war, wechselte 2026 zu BMW in die WSBK und habe bereits starke Leistungen gezeigt – unter anderem Podien in allen drei Superbike-Rennen in Portimao im März sowie ein weiteres Podium in Balaton Park, bevor eine Verletzung mit Schultersehnenproblemen und gebrochenen Rippen folgte.
Trotz der Stärkung der BMW-Option bleibt laut den früheren Berichten ein möglicher Wettbewerb um den Sitzmarkt bestehen. So wird auch die Vermutung genannt, BMW könnte für 2027 Manuel Gonzalez favorisieren. Gonzalez führt derzeit die Moto2-Wertung an, was den Kampf um einen freien Platz deutlich härter macht. Binder wird dennoch als attraktiver Kandidat dargestellt – wegen seiner Erfahrung und weil er für Superbike „den richtigen Fahrstil“ mitbringt.