Skip to content
64°

CAL CRUTCHLOW BEGRÜSST DIE IDEE, DASS MOTO GP ZURÜCK NACH SÜDAFRIKA KOMMT

1h ago·

Südafrika fehlt seit der Saison 2004 im MotoGP-Kalender. Damals gewann Valentino Rossi beim South African Grand Prix auf der Phakisa Freeway in Welkom. Dieses Rennen war der Auftakt der Saison: Rossi verwandelte die Pole in den Sieg mit 0,210 Sekunden Vorsprung auf Max Biaggi, während Sete Gibernau den dritten Platz belegte. Dani Pedrosa holte an diesem Wochenende zudem den Sieg in der 250-ccm-Klasse. Seit dieser Zeit ist die Königsklasse nicht mehr für mehr als zwei Jahrzehnte ins Land zurückgekehrt – obwohl die Idee, wieder einen WM-Lauf nach Südafrika zu holen, immer wieder aufkommt.

Cal Crutchlow gehört zu den Fahrern, die sich eine Rückkehr wünschen. Bei der Pressekonferenz vor dem British Grand Prix, bei der er gemeinsam mit Pedro Acosta, Ai Ogura, Marco Bezzecchi und Diogo Moreira auf der Bühne stand, wurde der Brite nach der Möglichkeit gefragt, ob Fahrer jemals in Südafrika Rennen gefahren seien. Crutchlow antwortete, dass er das getan habe – konkret in Kyalami – und sagte, er mag die Strecke. „Ich bin Kyalami gefahren, und ich mag Kyalami“, erklärte er. Er fügte hinzu, dass die Höhe der Strecke die Bikes langsamer wirken lasse, bezeichnete den Ort aber zugleich als „tolle Adresse, um sie zu besuchen“. Danach machte Crutchlow den Fall für eine Rückkehr ganz pragmatisch: „Warum nicht? Warum nicht zurück nach Südafrika?“

Crutchlows Verbindung zu Kyalami ist unter MotoGP-Fahrern ungewöhnlich. Er startete dort in den Jahren 2009 (World Supersport) und 2010 (World Superbike) und erzielte 2010 zudem einen vierten Platz im WSBK-Rennen 2. Diese persönliche Erfahrung, kombiniert mit seiner positiven Einschätzung der Strecke, hat seine Offenheit für einen möglichen MotoGP-Besuch in der Zukunft geprägt.

Ai Ogura gab auf die Frage nach seiner Meinung eine kurze, aber klare Antwort: „Gut.“ Auch seine Sicht hängt mit der jüngsten Abwesenheit der WM aus dem Land zusammen: Er wurde im Januar 2001 geboren und war damit beim letzten MotoGP-Rennen in Südafrika erst drei Jahre alt.

Als wahrscheinlichster Austragungsort für einen erneuten South African Grand Prix gilt Kyalami. Die Strecke hatte bereits in den 1980er-Jahren den 500-ccm-South-African-GP veranstaltet und erneut 1992, bevor das Event 1999 nach Welkom wechselte. Doch selbst wenn der sportliche Anspruch gegeben wäre, hat die praktische Seite – vor allem die finanziellen Anforderungen, um ein WM-Event auszurichten – die Pläne seit dem letzten MotoGP-Rennen in Welkom 2004 immer wieder erschwert.

Die gleichen finanziellen Hürden haben auch andere große Motorsport-Vorhaben beeinflusst. Liberty Media, das im kommerziellen Umfeld von MotoGP aktiv ist, hat bereits untersucht, die Formel 1 nach Südafrika zurückzubringen – erstmals seit Kyalami zuletzt 1993 die Vier-Rad-Serie ausrichtete. Doch die Kosten waren ein Hindernis. Berichten zufolge hat Liberty Media zudem alternative Optionen für eine Rückkehr nach Afrika geprüft, darunter Ruanda oder Marokko.

Auch wenn ein Lauf im Jahr 2027 derzeit als unwahrscheinlich gilt, bleibt die Möglichkeit eines künftigen südafrikanischen Events grundsätzlich bestehen. Frühere Berichte hatten behauptet, ein MotoGP-Rennen könnte bereits ab 2027 ergänzt werden, und Motosprint berichtete im September 2025, dass Liberty Media eine Rückkehr nach Südafrika mit einem MotoGP-Rennen in Kyalami geprüft habe – während man parallel auch eine Rückkehr nach China in Betracht gezogen habe.

View sources