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CARLO PERNAT FORDERT F1-STYLE-KALENDERÄNDERUNGEN, UM DIE SICHERHEIT IN DER MOTO GP ZU VERBESSERN

2h ago·

🇬🇧

Carlo Pernat hat gefordert, dass MotoGP Teile des aktuellen Formats überdenken soll. Seiner Ansicht nach sollte Liberty Media sich daran orientieren, wie die Formel 1 ihren Kalender strukturiert, um Fahrer besser zu schützen und zugleich das Spektakel für Fans zu sichern. Im Gespräch mit der Gazzetta dello Sport erklärte der italienische Manager, dass die jüngsten Sicherheitsbedenken des Sports eng mit der Art zusammenhängen, wie die Wochenenden geplant sind – und dass die Änderungen schnell umgesetzt werden müssten.

Pernats zentraler Vorschlag zielt auf die Sprint-Rennen. Er sagte, MotoGP solle die Häufigkeit der Sprints reduzieren und sie seltener machen, ähnlich wie die Formel 1 ihr eigenes Rennwochenende aufbaut. Seiner Meinung nach erhöht ein Sprint bei jedem Event das Verletzungsrisiko und setzt die Fahrer am Sonntag im Rennen zusätzlich stärker unter Druck. Außerdem betonte er die Auswirkungen auf die Zuschauer: Wenn ein Fahrer am Samstag stürzt und am Sonntag nicht starten kann, hätten die Fans für eine Show bezahlt, die möglicherweise an Wert verliert.

„Man kann keine 44 Starts machen. Diese Weltmeisterschaft ist drei unserer alten wert. Wir müssen die Sprint-Rennen neu denken. Wir müssen in dieser Hinsicht auf die Formel 1 schauen“, sagte Pernat laut Bericht. Er ergänzte, dass eine geringere Anzahl an Sprints – „Sechs, sieben“ – die Logik des Wochenendes verändern würde, weil Zwischenfälle am Samstag bereits Top-Fahrer für den folgenden Tag aus dem Rennen nehmen können. „Denn wenn du am Samstag crashst und das ist schon passiert, dann starten vielleicht drei oder vier starke Fahrer nicht am nächsten Tag. Das Publikum hat für seine Tickets bezahlt, und dann die Show?“, so Pernat.

Neben dem Kalender drängte Pernat die Fahrer außerdem dazu, ihre gemeinsame Position in Verhandlungen mit den zuständigen MotoGP-Gremien sowie den kommerziellen Stakeholdern zu stärken. Er rief dazu auf, dass sich die Fahrer organisieren und einen Verband bilden, um mit mehr Durchsetzungskraft verhandeln zu können – und zog dabei eine Parallele zu Herstellern und anderen Akteuren. „Die Fahrer müssen einen Verband bilden und ihre Karten auf den Tisch legen. Genau wie die Hersteller und alle anderen“, sagte Pernat.

Die Aussagen fallen inmitten breiterer Kritik an Liberty Medias Vorgehen seit der Übernahme des Sports. Der Bericht hält fest, dass viele Fans Veränderungen zurückweisen, die ihrer Meinung nach zu stark von der Formel 1 beeinflusst sind. Liberty Media verteidigt den Einsatz von F1-Erfahrung, um MotoGP zu verbessern. Pernats Argument ist jedoch, dass MotoGP ein anderes Produkt sei und eine Strategie „für alle Fälle“ nicht weiter funktionieren könne – vor allem, wenn die Sicherheit der Fahrer auf dem Spiel steht.

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