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SACHSENRING-GP-TICKETVERKÄUFE STEIGEN VOR DEM RENNSEN IM JULI

2h ago·

Zum LIQUI MOLY Motorrad Grand Prix von Deutschland (10.–12. Juli) auf dem Sachsenring gehen ADAC Sachsen und die Sachsenring Event GmbH (SEG) mit starken Signalen in das Wochenende, dass erneut ein neuer Zuschauerrekord möglich sein könnte. Bei einem „Media Kick-Off“ in Leipzig zeigte sich Klaus Klötzner, Vorsitzender von ADAC Sachsen, optimistisch: „Als Organisationsteam sind wir sicher: Es wird klappen“, und verwies dabei sowohl auf die Ticketnachfrage als auch auf die bewährte Erfolgsbilanz der Veranstaltung.

Klötzner nannte die aktuellen Verkaufszahlen als deutlichsten Gradmesser. „Der Vorverkauf lief ein wenig besser als im vergangenen Jahr“, sagte er und ergänzte, dass das Tempo derzeit etwa „zwei bis drei Prozent“ über dem Vergleichszeitraum liege. Laut den Veranstaltern wurden bereits rund 105.000 Tickets verkauft. Seine Einschätzung wurde durch den Blick auf die Einordnung gestützt: Im Vorjahr hatte der Sachsenring mit 256.441 Fans vor Ort einen offiziellen Rekord aufgestellt – zum vierten Mal in Folge, dass die Strecke in der seit der Eröffnung des neuen Kurses genutzten Sachsenring-Variante neue Bestmarken erreicht hat.

SEG-Geschäftsführer Robert Dorn betonte, dass die Vorverkaufszahlen nur eine Seite der Medaille seien, weil der Sachsenring eine Outdoor-Veranstaltung ist. „Wir sind eine Outdoor-Veranstaltung und daher stark wetterabhängig“, erklärte Dorn. Ob die Veranstalter den Wert von 2024 toppen können, hänge zudem von den Bedingungen während des Rennwochenendes sowie vom Ticketverkauf am Veranstaltungstag ab. Dennoch sagte er: Die aktuellen Vorverkaufszahlen „geben schon ein gutes Gefühl“.

Auch wenn die Richtung insgesamt positiv sei, räumte Dorn ein, dass es noch Potenzial gebe – insbesondere in den Stehbereichen. Allerdings seien einer Erweiterung durch Sicherheitsanforderungen und die insgesamt gewünschte Qualität der Veranstaltung Grenzen gesetzt. „Ordnung und Sicherheit sind für uns sehr wichtige Themen“, sagte Dorn. „Für 250.000 Besucher muss auch eine gewisse Qualität sichergestellt werden.“ Das Team werde weiter daran arbeiten, sowohl den Standard als auch die Sicherheitsausrichtung auszubauen. Gleichzeitig müsse das Event weiterhin neue Fans gewinnen und neue Zielgruppen erreichen – „ein ständiger Kampf“ in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Dorn gab außerdem Einblicke in die Finanzierung und in das Sicherheitsbild in der Praxis. Er sagte, dass rund 90 Prozent der Einnahmen direkt oder indirekt über die Fans generiert werden. Zur Sicherheitslage berichtete er, dass es 2025 bei 250.000 gezählten Besuchern an den drei Haupttagen auf dem Sachsenring-Gelände und weiteren 50.000 an der Ankerberg-Location nur 47 polizeilich erfasste Straftaten gab. Dorn hob hervor, dass es sich dabei überwiegend um kleinere Vorfälle handelte, etwa (Taschendiebstahl).

Klötzner unterstrich die ruhige Atmosphäre, indem er Gespräche mit Polizeivertretern anführte. Er sagte, dass die Behörden in den Diskussionen immer wieder hören, dass die Beamten „ihren Dienst am Sachsenring gerne machen“, weil es „immer sehr friedlich und familiär“ sei.

Neben den Zahlen betonten die Veranstalter, dass sie keinen akuten Bedarf für große Veränderungen sehen. Dennoch wollen sie das Erlebnis für zahlende Kundinnen und Kunden weiterentwickeln. Dorn und Klötzner machten deutlich, dass ihre Möglichkeiten durch Vorgaben und Prozesse von Dorna, dem MotoGP-Rechte- und Serienpromoter, begrenzt sind. Trotzdem beschrieben sie den klaren Willen, die „Nähe“ zwischen Fahrern und Fans durch kleinere Anpassungen zu verbessern.

Klötzner ging auch auf Erwartungen rund um den Zugang zu den Fahrern ein und stellte klar, dass nicht jeder Fan am Ende ein Autogramm von Stars wie Marc Márquez oder Valentino Rossi mitnehmen werde – „wenn er denn kommt“. Stattdessen liege der Fokus auf „vielen kleinen Veränderungen“, um die Erreichbarkeit der Fahrer zu erhöhen und die Chancen für individuelle Erlebnisse zu erweitern. Er nannte es sowohl für die Veranstalter als auch für den Serienpromoter „eine große Hausaufgabe“ und ergänzte, dass ihre Wünsche und Ideen „immer wieder“ kommuniziert würden.

In Summe lautet die Botschaft der Veranstalter: Die bewährte Anziehungskraft des Sachsenrings – gestützt durch die Vorverkaufszahlen und den Rekord vom vergangenen Jahr – könnte erreicht oder sogar übertroffen werden. Gleichzeitig bleiben Sicherheit, Eventqualität und schrittweise Verbesserungen im Fan-Erlebnis die zentralen Prioritäten für das deutsche MotoGP-Wochenende.

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